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Alt 09.06.2018, 20:27   #12848
Jörn
Esst mehr Gemüse
 
Benutzerbild von Jörn
 
Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 3.499
Zitat:
Zitat von Mirko Beitrag anzeigen
Wahnsinn was du da jetzt für einen Punkt raus gearbeitet hast!!! Echt krass! Die Kirche findet Homos nicht normal! Wer hätte das gedacht! Danke das du das klar gestellt hast! (Ich versuche mich deinem Schreibstil anzupassen)
Ok

Zitat:
Zitat von Mirko Beitrag anzeigen
Wie kommt es das unter Adolf die Schwulen auch keine Hoch-Saison hatten?
Wie kommt es, dass die Kirchen sich in dieser Frage nur noch mit "Adolf" vergleichen können? So tief muss man erstmal sinken. Ich bin nicht sicher, ob Dein Argument "Ätsch, die Nazis waren auch nicht besser!" besonders überzeugend ist.

Man könnte ja annehmen, dass die Kirchen sich von den dunkelsten Eigenschaften der Nazis distanzieren wollten. Warum vergleichen sie sich nicht mit Einstein oder einem Menschenrechtler?


Zitat:
Zitat von Mirko Beitrag anzeigen
Wie kommt es dass es in China auch nicht so lustig ist sich zu outen obwohl denen der Gedanke an den schwulenhassenden Gott völlig fremd ist?
Zitat Wikipedia: "Im alten China war gleichgeschlechtliche Liebe weit verbreitet – zumindest wenn man literarischen Überlieferungen Glauben schenken kann – und hatte keinen negativen Stellenwert an und für sich."

Homophobie zog dort erst im 18./19. Jahrhundert ein, als Folge politischer Repression. So hat jede Region ganz eigene Gründe. In Europa war es der zivilisatorische Rückfall, den das Christentum mit sich brachte, weil es sich auf das Alte Testament als angeblich heilige Schrift berief.

Du brauchst mich aber nicht davon zu überzeugen, dass Homophobie in verschiedenen Konstellationen auf der Welt zu finden ist, nicht nur im Christentum. Aber was gewinnst Du dadurch? Beispielsweise, wenn ich Dir zugestehe, dass die Nazis nicht die einzigen Halunken waren, werden sie dadurch ja nicht besser. Ebenso werden die Kirchen nicht besser, wenn Du mir die Chinesen vor die Nase hältst.

Das durchgehende Phänomen ist das Festhalten an vorwissenschaftlichem Unfug und die Weigerung, neue, wissenschaftliche Erkenntnisse zuzulassen. Absolutistische Regime halten oft ganz besonders lange an längst überholten Einsichten fest. Es ist nicht zufällig, dass der Vatikan absolutistisch organisiert ist.


Zitat:
Zitat von Mirko Beitrag anzeigen
Wie kommt es dass es auch unter bekennenden Atheisten Leute gibt die Schwule für nicht normal halten und die glauben das Kinder in einer traditionellen Familie besser auswachsen? Vielleicht schreibst du der Kirche da etwas zuviel negatives zu?
Mein Eindruck ist, dass die Kirchen nicht nur durch Predigten wirken (die ja kaum noch jemand hört), sondern ganz allgemein in der Gesellschaft wirksam sind. Das ist nicht nur bei der Homo-Debatte so, sondern in vielen anderen Fragen auch, etwa der Sexualmoral oder bei Abtreibung und Sterbehilfe. Es sitzt in unseren Köpfen. Es ist Teil unserer Kultur. Eben deswegen werden Kirchen kritisiert. Wenn sie nicht wirksam wären, bräuchte man sie nicht zu kritisieren.

Als Vergleich könnte man die Geringstellung der Frauen anführen. Einmal in die Kultur aufgenommen brauchen manche Dinge Jahrhunderte oder Jahrtausende, um überwunden zu werden. Oder die Vorstellung von Augustinus, dass Sex im Prinzip eine Sauerei ist.

Dumme Leute gibt's überall. Kluge Leute gibt's überall. Ich habe hier auch schon den Katholiken Winfried Kretschmann (Ministerpräsident Baden-Württemberg, GRÜNE) lobend und ausführlich zitiert, der Papst Ratzinger bei seinen Hasstiraden öffentlich entgegentrat. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass er bei den Katholiken keinen mehrheitlichen Rückhalt findet.
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