Zitat:
Zitat von Jörn
Natürlich kann man Glauben messen, ansonsten wäre ja zwischen Dir und mir keinerlei Unterschied feststellbar.
Man misst eben nicht in Kilogramm. Aber man kann ein Profil erstellen, mit zahlreichen Fragen a la "Glaubst Du an XY, ja/nein?"
Ob Du 2x in den Urlaub fliegst, ist dafür doch überhaupt nicht relevant. Ist das nicht wieder ein klassischer Strohmann? Eine gewisses Maß von "Abweichung" von der reinen Lehre gestehen Dir die christlichen Kirchen ja zu. Das bedeutet aber nicht, dass plötzlich alles und jedes möglich wäre, und man dann immer noch Christ wäre.
Das Christentum ist hinreichend exakt definiert, und zwar anhand des Glaubensbekenntnisses (Wikipedia). Es lässt genügend Spielraum, ist aber in den zentralen Eckpunkten klar genug für die nötige Abgrenzung. Nach diesem Glaubensbekenntnis bist Du kein Christ.
Laut Wikipedia müsstest Du folgende Behauptungen für wahr halten, um ein Christ zu sein:
Jesus ist nach christlichem Glaubensverständnis zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch. Die christliche Lehre, die auf dem biblischen Zeugnis basiert, hat folgenden zentralen Inhalt: Gott wandte sich in der Menschwerdung („Inkarnation“) in seinem Sohn Jesus Christus der in Sünde verstrickten Menschheit zu; der Tod Jesu Christi am Kreuz bewirkte die Erlösung durch Beseitigung von Schuld und Sünde der Menschheit.
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Summum ius, summa iniuria ...
Auch für mich ist in der Kirche ein Plätzchen. Es wird längst nicht so eng geglaubt, wie du hier darstellst. Du wirst dich dahingehend aber nicht öffnen, denn würdest du das tun, müsstest du eingestehen, dass das mit dem Glauben gar nicht so schrecklich und engstirnig ist und dein Kartenhäuschen würde einstürzen.
Auch der Platz vor der kleinen Mosche in unserer Nachbarschaft, die ich kürzlich erwähnte, gleicht jedes Wochenende mehr einem kleinen Volksfest. (Von dieser Gemeinschaft, die ich dort sehe, können wir Bio-Deutsche mittlerweile viel lernen.)