Zitat:
Zitat von keko#
Kürzlich sagte mir eine kroatische Freundin lachend (im Spaß, als wir uns über Flüchtlinge unterhielten): "Ihr Deutschen seid so dumm.... redet eure eigene Kultur nieder und überhebt andere"
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Das Zitat sagt, wir sollten uns über unsere Kultur freuen. Speziell ist die Rede von Köln.
Aber das tun wir doch? Und ganz besonders die Kölner? Und in Köln ganz besonders die "Szene", die ja als Party-Hochburg entstand. Die Kölner sind für ihre Offenheit, Lebensfreude und Toleranz berühmt.
Einzige Ausnahme sind die katholischen Würdenträger in Köln. Der bisherige Kardinal von Köln, seine Exzellenz und Heiligkeit Joachim Meisner, war einer der übelsten Einpeitscher und Hassredner überhaupt in Deutschland. Verhütungsmittel verglich er gar mit dem Holocaust (und die Frauen mit Mördern und Nazis). Homosexuellen unterstellt er, sie würden die "Menschheit zugrunderichten" und bezeichnete sie in Anspielung auf die Nazi-Zeit als "entartet" (
Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010)
Besonders pikant ist der ursprüngliche Gegenstand dieses Threads. Der Thread begann einst mit der Weigerung katholischer Ärzte, eine vergewaltigte Frau auch nur zu untersuchen. Dieser unglaubliche Vorfall steht in Zusammenhang mit Meisner, der dieses Vorgehen ausdrücklich unterstützte und verlangte.
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Es ist genau andersherum, als keko es suggerieren möchte. Er kontrastiert unsere heile Welt mit der grimmigen Welt des Islam, und suggeriert damit, der Katholizismus sei Teil der heilen Welt. Stattdessen ist der Katholizismus ein Teil der religiösen Welt, die unsere Freiheiten bekämpft. Gerade in der Frage der Homosexualität sind Katholizismus und Islam deckungsgleich.
Der Kontrast besteht also nicht zwischen "hier" und "Islam", sondern zwischen "Säkular" und "Religiös". Wer den Islam für seine verkorkste Weltsicht kritisiert, muss dies auch bei den Katholiken kritisieren.
Anders als keko es darstellt, ist es geradezu NOTWENDIG, sich gegen die Katholiken zu stellen, WENN man das freie, friedliche und vernünftige Miteinander schätzt. Denn die tolerante und lebensfrohe Stadt Köln ist nur deswegen so nett geworden, weil sie den Katholizismus abgelegt hat.
In der ARD-Sendung geht es um einen homosexuellen Mann islamischer Herkunft, der in Deutschland endlich unbehelligt leben kann. Aber wer schützt ihn und garantiert seine Rechte? Die Kirche? Oder der vernünftige säkulare Staat?