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Alt 14.04.2018, 13:14   #11411
qbz
Szenekenner
 
Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 12.597
Zitat:
Zitat von Jog2 Beitrag anzeigen

..........

Hm, das wiederum verstehe ich jetzt nicht so ganz.

Warum? Weil der Gottesbegriff mit allem möglichen "belastet" ist und ich all das automatisch mit in die Diskussion einbringe?

Wenn das der Punkt ist, dann lass uns begrifflich davon weg kommen. Ich hatte den Vorschlag schon oft gemacht. Aber ist das wirklich nötig? Haben nicht die meisten von uns hier soviel Abstraktionsvermögen, daß sie sich von einer inhaltlichen Vorbelastung des Begriffes lösen können?

Ich verstehe diesen von Dir aufgezeigten Widerspruch nicht.

Warum hat man eine hinreichend konkrete Vorstellung von den Eigenschaften eines (Achtung, "Begriffsverwirrungsgefahr") "Gottes", wenn man es für möglich hält, daß er hinter sowas wie der "Schöpfung" steht.
Bei der ersten Frage waren wir ja weitgehend derselben Ansicht, deswegen zitiere ich nur die Antwort auf meine zweite Frage: Weshalb nimmst Du ncht an, dass auch bei anderen ungelösten wissenschaftlichen Fragen ausser der Entstehung des Universums etwas "Göttliches" möglich sein könnte?

Damit bewegst Du Dich im weitesten Sinn auch in den Vorstellungsbereichen von "Gott als Schöpfer", weil Du ihn thematisch nur bei einem bestimmten ungelösten Problem der Wissenschaft, hinter der "Schöpfung" "verortest".

Zitat:
Zitat von Jog2 Beitrag anzeigen
Außer der, dass er sich gewaltig unserer Vorstellungskraft entzieht?

Aber ob er dem entspricht, was sich das kleine Menschenhirn als gut, böse, mächtig, gerecht, .... etc. etc. vorstellt, spielt doch zunächst mal keine Rolle.

Schon allein die Frage, ob es "mächtig" ist bzw. wäre, das Universum erschaffen zu haben, ist für mich keine relevante Kategorie. "Mächtig" in unseren Vorstellungskategorien, ja. Aber hier wurde ja schon oft auf die komplette Bedeutungslosigkeit des Menschseins hingewiesen. Um wieviel mehr muss das für unsere "Kategorien" gelten, die wir uns zurechtgelegt haben?

Selbst wenn wir das, was wir den Ursprung des Universums nennen, bis in die letzte "Nullsekunde" erforscht haben, ja und? Was jetzt. Dann haben wir alles verstanden? Weil wir uns einen Baukasten zurechtgelegt haben, in dem wir glauben alles erklären zu können (und für den Rest haben wir die Quanten, oder den Verzicht auf Zeit und Raum ...)?

Ist nicht gerade das anmaßend? Ganz anders anmaßend, als es die Religionsstifter sind, aber anmaßend? Und ist es nicht widersprüchlich einerseits auf die Bedeutungslosigkeit des Menschen hinzuweisen und gleichzeitig dessen Kategorien als Maßstab zu setzen?

Ist doch auch gar nicht erforderlich in solche Kategorien zu verfallen. Warum? Ich weiß nicht ob das, was dahinter steckt, in unseren Kategorien zu beschreiben ist. Ich löse mich davon. Ist Dir das zu abstrakt? Vielleicht schon zu philosophisch? Mag sein.
......
Die Menschen verfügen doch über kein anderes Wisen als die gegenwärtigen Begriffe, Modelle, Kategorien und empirischen Daten der Wissenschaft für diese Fragen in ihrer anthropologischen und historischen Begrenzung. Die Forderung, sich davon, ausserhalb der Wissenschaften, zu lösen, finde ich idealistisch und unrealistisch. Möglicherweise bringt die Zukunft mit der technoloigsch-wissenschaftlichen Entwicklung erweiterte Modelle und ein geändertes Weltbild, so wie auch in der Vergangenheit dieses sich veränderte im Laufe der Entwicklung.

Geändert von qbz (14.04.2018 um 13:36 Uhr).
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