Manchmal seht ihr das einfach zu mechanisch, glaube ich. Klar sind Zugfrequenz, Zuglänge, usw. wichtige Kenngrößen anhand derer ein Trainer den Fortschritt messen kann. Für den Schwimmer selber geht es aber um viel mehr.
Paddles sind vor allem gut um dem Schwimmer zu vermitteln wie sich ein kraftvoller Zug im Wasser anfühlt. Welche Muskulatur muss ich verwenden, wie fühlt sich das an, was passiert da. Durch die größere Abdruckfläche bekomme ich auch bei langsameren schwimmen mehr Widerstand und somit Kraft ins Wasser. Dadurch schult man die Koordination eines kraftvollen sauberen Zugs, ohne gleich KO zu sein, weil ich im Gegensatz zum Sprint einfach langsamere Bewegungsabläufe hab. Insofern ist Paddleschwimmen schon Techniktraining.
Der Schwimmer kann das Schwimmgefühl dann auf den Zug ohne Paddle übertragen. Welche Frequenz dann ensteht, im vergleich zum Paddle schwimmen, muss man sehen. Man soll ja den Paddlezug nicht einfach stocksteif und mechanistisch auf den normalen Zug übertragen.
Fühlt ihr nix beim Schwimmen?!?
PS: Paddles mit erst dann regelmäßig verwenden, wenn man die Feinform des Kraulschwimmen beherrscht.