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Alt 06.03.2018, 00:09   #1660
aequitas
Gesperrt
 
Registriert seit: 10.07.2014
Beiträge: 1.605
Zitat:
Zitat von LidlRacer Beitrag anzeigen
Klingt ein wenig nach Kommunismus.
Das funktioniert ja erwiesenermaßen prima.
Klingt ein wenig nach prima Argument.

Aber qbz trifft in seiner Kritik einen wichtigen Punkt, der bspw. in der "Konsumkritik" von Arne untergeht bzw. nicht mitgedacht wird. Dies geschieht auch oft bei der Diskussion um Primark, wenn priviligierte Gruppen die weniger priviligierten Gruppen dafür kritisieren auch mal am materiallen Wohlstand ("100 Primark Kleider") teilzuhaben. Dass Primark bspw. was die betriebliche Mitbestimmung angeht löblicher ist als so manch anderes Unternehmen wird dabei ausgeblendet, da ja die Produkte nur einer "Weg-werf-Mentalität" entsprechen.

In einer auf Profit-ausgelegten Wirtschaftsweise wird diese Lücke immer jemand füllen. Natürlich ist ein bewusster Konsum zu befürworten, jedoch nicht in solch einer paternalistischen/bevormundenden Form die letztlich einem autoritärem Bedürfnis nach Maßregelung entspringt ("Der Hartz-IV-Empfänger soll sein Geld/meine Steuern statt für Kippen für Bücher ausgeben"). Die Bedürfnisse eines Individuums sind letztlich individuell und sollten nicht zu Lasten einzelner Bevölkerungsgruppen gehen.

Auch wenn ich persönlich kein großer Anhänger davon bin, so lohnt sich doch ein Blick in die Postwachstumsökonomie (bspw. Veröffentlichungen des Forschungskolleg in Jena oder von Niko Paech). Das Problem sind nicht Indivduen, die sich den Gegegebenheiten des wirtschaftlichen Systems anpassen, sondern vielmehr die Spielregeln und Bedingungen, welche letztlich auch beeinflusst werden sollten.

Durch den Boykott von in Kambodscha produzierten Waren werde ich nichts ändern können, sondern es geht darum, dass sich die Arbeits-, Beschäftigungs- und Partizipationsbedingungen vor Ort verändern. Dies betrifft nicht genauso auch uns hier in Deutschland, gerade in Anbetracht der Digitalisierung und Industrie 4.0.
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