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Zitat von JENS-KLEVE
Glaurung, du hast mich falsch verstanden. Ich werde eigentlich nie krank und frage mich, ob die Viren trotzdem gefährlich werden können für mein Herz, weil sie ja auch dann im Körper drin sind.
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Hi Jens,
ich bin mir relativ sicher, dass Du vor einiger Zeit mal geschrieben hast, dass Du, als Deine Kinder in die Kita kamen, Dir so ziemlich jeden Infekt aufgeschnappt hast, den man sich vorstellen kann. Aber ich mag mich täuschen...egal.
Zur Frage selbst: Das lässt sich pauschal sicher nicht beantworten und bedürfte einer weitläufigeren Erklärung.
Prinzipiell bin ich aber der Meinung, dass jemand, der bereits jahrelang Ausdauersport betreibt, in der Lage sein sollte, mittels seines Körpergefühls beurteilen zu können, ob Sport in der jeweiligen Situation gefährlich sein könnte oder nicht. Und wenn man das nicht bereits im Ruhezustand merkt, dann in der Regel z.B. spätestens auf den ersten 500 Laufmetern. Gefährlich wird's meiner Meinung eventuell dann, wenn man in so einer Situation seinen gesunden Menschenverstand ausschaltet und die Einheit im
offensichtlich geschwächten Zustand durchzieht, weil man im Hinblick auf die bevorstehende und ach so wichtige LD völlig übermotiviert ist.
Warum kommt z.B. ein Epstein-Barr-Virus bevorzugt bei Leistungssportlern und übereifrigen Hobetten zum Ausbruch und verursacht Pfeiffersches Drüsenfieber, obwohl im Prinzip die gesamte Menschheit den Virus im Genom sitzen hat?
Und ja: Es mag sein, dass bisher kein direkter Zusammenhang zwischen Herzmuskelentzündung und Sport bei Erkältung einwandfrei nachgewiesen wurde. Ich hab diesbezüglich aber auch noch nie ernsthaft recherchiert. Von Herzmuskelentzündung hört man meinem Empfinden nach auch meistens bei Sportlern. Aber das mag mein subjektives Gefühl sein und ich kann mich täuschen.
Ich selbst bin am Ende einer Erkältung meist noch recht lange verschnupft und verschleimt, obwohl ich mich bereits lange wieder gut fühle. Drum fange ich dann in diesem Zustand oft auch schon wieder mit dem Sport an. Ob das dann Sinn macht, merke ich wie gesagt eigentlich immer auf den ersten Metern und nicht selten ist es sogar so, dass danach der elende Schleim auf einen Schlag weggeblasen ist - so als wäre das System ordentlich freigespült worden. Merke ich aber, dass ich noch platt bin, breche ich ab.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn ein paar Leute im Umfeld krank sind, muss man sicher nicht gleich auf Sport verzichten. Aber wenn man registriert, dass man selbst ebenfalls erschöpft ist, dann hilft's im Zweifelsfall sicher, auf sein Körpergefühl und seinen gesunden Menschenverstand zu hören. Ich bin mir sicher, dass gerade Triathleten manchmal dazu neigen, beides geflissentlich auszublenden.....
Die Antwort auf die Frage ist also: Depends.....
PS: Du hast jede Menge verschiedenster Viren in Deinem Genom sitzen, von denen sehr viele jederzeit reaktiviert werden können. Das Immunsystem hält sie nur die allermeiste Zeit in Schach. Beste Beispiele: EBV und Herpes. Bezüglich letzterem kannst Du so ziemlich jeden Betroffenen fragen. Jeder wird Dir antworten, dass Herpes immer dann ausbricht, wenn man Stress hat und / oder eine andere Erkrankung wie z.B. eine Erkältung ausbrütet...... d.h. genau dann, wenn das Immunsystem sowieso bereits geschwächt ist. Und dann obendrauf noch Sport und man erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich etwas "Größeres" einzufangen,
Wiederum Andere bekommen niemals Herpessymptome, auch wenn sie den Virus in sich tragen. Aber auch dazu müsste man weiter ausholen. Sicher ist auf alle Fälle: Man kann hier sicher nicht verallgemeinern...
Hmmmh, vielleicht war das jetzt leichte Themaverfehlung, weil es eigentlich um Herzmuskelentzündung geht..