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Die Autorität wird jenen übertragen, die von deren Auswirkungen betroffen sind.
Ich würde mich am Vorbild der Wissenschaftsgemeinde orientieren, weil diese das bisher erfolgreichste Modell hat. (Bis wir ein noch besseres finden.) Das Modell besteht darin, dass Behauptungen bewiesen werden müssen durch empirische Überprüfung, und dass Widerspruch und Zweifel stets zugelassen sind. Die bessere Antwort ersetzt die vorherige umgehend.
Die Autorität geht vom Volke aus, da ich nicht weiß, wie man ein anderes Modell rechtfertigen könnte.
Was im Leben richtig und falsch ist, kann man nicht für alle Menschen gleich und verbindlich festlegen. Man muss Rahmen finden, in denen sich jeder einrichten kann. Das haben wir in Deutschland weitgehend verwirklicht, jedenfalls im säkularen Bereich.
Ich muss übrigens kein umfassendes Modell der Staatsgewalt, der Wahrheitsfindung und des Zusammenlebens vorlegen. Es reicht, wenn ich darlege, dass das religiöse Modell gescheitert ist.
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