Zitat:
Zitat von Jörn
Aber die mechanisch-physikalische Betrachtung ist ja nicht alles, was man dazu sagen kann. Wenn ich akzeptiere, dass ich im Grunde ein Vehikel für meine Gene bin, bedeutet das ja nicht, dass ich nur dies wäre. ...
Das ist mindestens so erhebend, verblüffend und unfassbar wie Religion. Man braucht keinen Gott, um sich wertvoll zu fühlen. Die Kirchen betreiben einfach ein besseres Marketing als die Wissenschaft.
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Das sehe ich eigentlich auch so. Ich finde diesen Gedanken unserer kleinen Postition in dieser Welt auch demütiger als die Vorstellung, ich hätte einen persönlichen Dialog mit Gott. Als Ursache für ihren Glauben habe ich aber schon viele sagen hören, dass ihnen eine Welt ohne ihre religiösen Vorstellungen zu kalt wäre und dass sie es sich nicht vorstellen könnten und wollten, dass unser kurzer Zeitstrahl in dieser Welt alles ist. Man kann sagen, das sei Wunschdenken. Es stiftet für diese Menschen aber Sinn und Trost - und das ist als Antwort gemeint auf Arnes
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach ist das etwas, was die christlichen Kirchen gerade eben nicht können: ein spirituelles Bedürfnis befriedigen.
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Erst gestern hörte ich jmd sagen, dass der Gedanke unerträglich sei, dass die 5 Mio getöteten KZ-Opfer nach dem Tod das gleiche Schicksal erleiden sollten wie die Täter. Auch hieraus spricht die Hoffnung nach ausgleichender Gerechtigkeit. Meine Antwort ist: es ist in der Tat schwierig zu ertragen. (Und einen Gott, der das Morden zulässt, hielte ich übrigens auch für schwer zu ertragen)