Zitat:
Zitat von Trimichi
(Wirres Zeug) ... Wo steht geschrieben, dass man Homosexualität nicht hinterfragen darf? Nirgendwo!
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Du kannst gerne auch den Regen hinterfragen, wenn Du das für sinnvoll hältst.
Homosexualität wird deswegen nicht mehr „hinterfragt“, weil man mittlerweile verstanden hat, dass es ein Merkmal eines Menschen ist, welches er weder gewählt hat noch ändern kann. Es ist daher sehr direkt zu vergleichen mit der Hautfarbe oder der Köpergröße oder dem Geschlecht.
Rassismus ist aus eben diesem Grunde verwerflich: Er verunglimpft Menschen wegen eines Merkmals, welches diese nicht ändern können. Rassismus verknüpft dies mit anderen Dingen, etwa bestimmten Rechten oder Behauptungen über Intelligenz. Beispiele: Farbige sind dümmer als Weiße und sollten daher nicht Präsident werden. Wie gesagt, die Gesellschaft hat diesen Irrglauben überwunden (aber erst kürzlich). Eine andere Variante wäre, dass Homosexuelle weniger wert wären als Heterosexuelle oder sich irgendwie auf dem falschen Pfad bewegen würden und umkehren sollten.
Sich öffentlich gegen Homosexualität auszusprechen ist in dieser Weise „rassistisch“ (da es ein Wesensmerkmal betrifft, welches sich nicht ändern lässt), zudem ist diese Haltung offensichtlich ungebildet. Ebenso könnte man gegen die Frauen demonstrieren oder gegen den Mond anbellen.
Von rechtsnationalen Kreisen und von besonders verquasten Gläubigen kommt nun die Ausflucht, es handele sich ja gar nicht um ein
unabänderliches Wesensmerkmal, sondern es werden irgendwelche Überlegungen aus dem letzten Jahrhundert ausgepackt, die darauf hinauslaufen, dass irgendwas schief gelaufen ist, oder dass sich die Homosexuellen einfach aufgrund eines verwerflichen Lebensstils dahin degeneriert haben. Gerne missversteht man absichtlich Texte, die genau das Gegenteil aussagen, so wie es hier mit dem Text der ARD geschah.
Letztlich geht es um einen religiösen Wahn, und die Debatte endet auch an dieser Stelle. Man kann im Grunde nur mit den Schultern zucken und solche Leute stehen lassen.