Ja dann tut mal was...!
Anfang Mai gabs nen kleinen Ausflug der Betriebssportgruppe Klettern.
Da wir fast alle Mitarbeiter in der Kletterhalle rekrutiert haben, ist das ein umfassendes Ereignis...
Die Reise ging zum Gardasee. An sich ne sichere Bank hinsichtlich des Wetters, ein Bekannter war auch gut zwo Wochen dort ehe wir kamen und 'Gong!' wurds Wetter mies.
Gut ok;- nicht jammern, richtig schlecht wars nicht, aber halt auch nicht durchgehend sonnig heiter wie die Wochen vor unserem Eintreffen.
Ich hatte die Ehre, das Programm auszuwählen.
Wäre natürlich ein Leichtes gewesen, es gibt unheimlich viele Klettersteige in der Gegend, aber die Auswahl reduziert sich drastisch, wenn Kriterien wie 'kurzer Zustieg', 'wenig Höhenmeter' oder 'max. Schwierigkeit C' gelten.
Das Spezielle war unser Kletterbuddy D. (nur Klettern, nicht Firma), der es (wie wir mittlerweile wissen) fertigbringt, auch dann noch zu meckern, wenn die Bedienung in der Kneipe ihm das Bier (Schnitt oder Pfiff wie es mancherorts auch heisst) zu voll macht.
Das Bett zu weich, der Tunnel zu finster, die Sonne zu heiss, der Weg zu lang;- irgendwas iss bei dem immer.
Und wenns das Bier ist, das zu voll ist.
Ein endloses Gemaule, vorallem beim Gehen, jedem Schritt bergauf und stets der gleiche Sermon, wie toll das doch alles wär, wenn man mitm Lift hoch- und runterfahren könne.
Und Berghütten sind natürlich auch super, iss ja immer total urig da, nur Übernachten im Matratzenlager: nee, bloss nicht! Fünf Bier reinleuchten und dann mit der Seilbahn ab Hüttentüre runter ins Hotel...
Jedenfalls begabs sich am ersten Abend, dass die Meute hungrig wurde und zum Essen fahren wollte.
Ich regte (erfolgreich) an, doch das Restaurant im Hotel auszuprobieren, ehe wir lang rumgondelten und dann beim Pizzaessen landeten.
Gesagt, getan...
Ich persönlich fahr ja nicht nach Italien, um dort Erdinger Weisse zu trinken und Spaghetti zu essen.
Also befremdet vernommen, dass die andern ernsthaft Nudeln bestellen wollten während ich mir das Hirschgulasch mit Polenta aus der Karte raussuchte.
Ein Traum (merkte ich natürlich erst, als der Teller vor mir stand)!
Und er führte zur Nachahmung, denn die Sache mit der Pasta war vom Tisch.
Nun wissen wir ja alle, dass Polenta nach Arsch und Friedrich schmeckt und mit der Sosse steht und fällt, das heisst: nee, nicht alle.
Also unser Freund D. wusste es offensichtlich nicht und dementsprechend kann man sich nun wahrscheinlich die Kommentare vorstellen.
In Kurzform: die drei Tage mit dem waren kein Zuckerschlecken.
Aufm Heimweg konnt ich mir den Kommentar nicht verkneifen, dass er besser zuhausebleiben solle, wenn ers haben wolle wie zuhause.
Mann, Mann, Mann...!
