Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Der Spiritualität liegt die Tatsache zugrunde, dass wir Menschen uns die Welt als etwas vorstellen, das vor allem mit uns selbst zu tun hat.
Wo uns das Wissen fehlt, stellen wir uns gerne eine transzendente Welt vor, die etwas mit uns Menschen zu tun hat. So glaubte man früher an durch Menschen verursachte Naturkatastrophen wie z.B. Erdbeben.
Spiritualität ist eine Folge unseres subjektzentrischen Denkens. Letztes hat seine Ursachen ganz simpel in der Evolution.
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Bei Transzendenz geht es um eine, das eigene Selbst überschreitende Dimension.
Das geht einmal "sozial", in dem ich mein (potenziell narzisstisches) Selbst in einem sozialen Kontext überschreite und zum anderen "existenziell".
Letzteres zwingt nicht apriori etwas "außerhalb" anzunehmen, auch keinen Gott oder etwas anderes, das ist keineswegs eine Voraussetzung für das Bestehen des Bedürfnisses. Welche Antwort wir möglicherweise finden spielt also für ein Bedürfnis keine Rolle, bei "Hunger" (wir haben ihn auch dann, wenn wir gar nichts oder etwas bestimmtes zu essen finden) ebenso wenig wie bei "Transzendenz".