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Bergläufe gelten aus einem Grund als zäh: Du musst konstant pushen. Lässt man sich zwischendrin mal hängen, dann verliert man sofort jede Menge Zeit. Ein Vielfaches mehr als in der Ebene, wo man es auch mal rollen lassen kann.
Mit etwas mehr Konkurrenz ging ich unten etwas zu hart in den Berg rein. Ich konnte dann mit einem Kollegen, der von hinten kam, eine Zeit lang eine gute Pace laufen und wir trieben uns an. Gemeinsam sammelten wir dann den ein oder anderen wieder ein. Als es steiler wurde, musste ich ihn dann ziehen lassen, bekam eine kleine Krise und wurde zweimal überholte.. Sicher auch, weil ich am Anfang ein klein wenig überzockte.
In einer kleinen Flachpassage konnte ich mich etwas erholen, doch im Schlussaufstieg ließe ich es etwas schleifen und war nicht mehr auf Teufel komm raus am pushen.
Doch ich habe mir heute vorgenommen, dass ich ab der letzten Serpentine die verbleibenden 300m im Zweifel einfach absolut allout laufe und mich auf keinen Fall wie letzten Samstag übersprinten lasse. Es brauchte zwar ungemein Überwindung, aber da muss man manchmal eben durch. So lief ich auf den Vordermann auf und damit dieser gar nicht erst dran dachte zu reagieren, trat ich nochmal so schnell ich konnte an. 300 Meter können gerade bergauf unheimlich lange sein. Kurz vor dem Ziel machten die Beine komplett zu und waren fast nicht mehr zu bewegen. Aber meine Pokerspiel ging auf, ich hatte genügende Meter rausgeholt und rettete mich auf Gesamtrang 6 ins Ziel.
Die Zeit ist etwa 20 Sekunden langsamer als im Vorjahr. Aber man kann ja nicht Woche für Woche neue Bestzeiten laufen. Und mittlerweile merke ich die Wettkämpfe sicher in den Knochen.
Gut war heute der Schlussspurt und der Mut, weniger gut das sich gehen lassen zwischendrin.
Die nächste Woche soll, wenn die Füsse und der Körper sich gut fühlen, das Halbmarathontrainig weitergehen. Und am Sonntag wäre der letzte Berglauf der Serie.
Grüsse
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10 km: 30:48 - hm: 1:06:40
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