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Alt 21.07.2017, 19:28   #7507
Zarathustra
Szenekenner
 
Registriert seit: 09.01.2008
Beiträge: 425
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Wie unterscheide ich zwischen einem spontanen Einfall meiner Nachbarin und einer sie überkommenden göttlichen Offenbarung?
Von außen betrachtet, läßt sich das (fast) gar nicht unterscheiden.


Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Und falls Gott zu Dir selbst spricht: Woher willst Du wissen, dass der Schöpfer des Universums spricht und nicht der Teufel?
Das ist einfach: Gott leitet zum Guten an, der Teufel zum Bösen.


Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Ich finde diese Vergöttlichung des eigenen Innenlebens bedenklich.
Das bringt sicherlich auch Probleme mit sich. Die Beispiele, die Du nennst, haben damit aber nicht unmittelbar zu tun.


Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Die Freiheit anderer Menschen zu beschneiden bedarf einer guten Begründung.
Die Freiheit anderer Menschen zu beschneiden bedarf der dazu nötigen Macht (manchmal können gute Gründe diese verstärken) und eines darauf ausgerichteten Willens.


Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Davon abgesehen, vertritt die katholische Kirche in der Realität den exakt entgegengesetzten Standpunkt zu den obigen Zitaten.
Das Augustinuszitat hat der Papst in Fides et Ratio affirmativ verwendet. Man kann also nicht so leicht sagen, daß es nicht dem Standpunkt der Kirche entsprechen würde. Daß sie sich in der Geschichte möglicherweise anders verhalten hat, ist eine andere Frage.


Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Dort wird die Erkenntnis in das Innere des einzelnen Menschen verlegt. Das Subjekt sei die höchste Autorität.
Da sind einige sehr verschiedene Dinge durcheinander geraten. Daß das Innere ausschließlich subjektiv sei, ist eine typisch moderne Ansicht, die natürlich weder Augustinus noch die Kirche teilen. Vielmehr hat die innere Erkenntnis, von der die Rede ist, den Anspruch zwar persönlich aber dennoch objektiv zu sein. Sie mag die höchste Autorität für den jeweils Einzelnen selbst haben, aber dennoch nicht für die Anderen.
Zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten