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Alt 18.07.2017, 18:11   #185
noam
Szenekenner
 
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Registriert seit: 04.04.2010
Ort: Ostfriesland
Beiträge: 5.114
Zitat:
Zitat von aequitas Beitrag anzeigen
Naja, die Polizei als Exekutivmacht sollte sich im Vorhinein allerdings trotzdem an rechtsstaatliche Prinzipien und Gesetze halten. Der Hinweis, dass man sich im Nachhinein ja an die Gerichte wenden könne, zeugt von einem mMn schockierenden Demokratieverständnis.
Und du glaubst tatsächlich, dass in Besprechungen bezüglich der Vorgehensweise die rechtliche Seite völlig ausgeklammert wird? In welcher Welt lebst du? Gesetz ist in der Regel wenig eindeutig und bieten unglaublichen Spielraum, was man in den unterschiedlichen Rechtsauffassungen verschiedener Instanzen immer wieder beobachten kann und die Polizei soll binnen Sekunden entscheiden, wofür Gerichte teilweise Monate brauchen?

Ich kenne niemanden, der geltendes Recht ausblendet und bewusst falsch handelt. Natürlich gibt es Situationen, wo man emotional gemessen an der Verhältnismäßigkeit sicher eher am Limit bewegt als in anderen, aber genau das ist nur menschlich.

Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, haben wir hier in D in der Regel eine sehr bürgernahe Polizei.




BTW:
Nehmen wir einmal die Szenen aus HH. Das Schulterblatt mit dem besetzten Hausdach. Mal abgesehen davon, dass hier ein strategischer Fehler gemacht wurde die Häuser nicht entsprechend zu sichern, haben sich hier Straftäter verabredet, Gehweplatten oder ähnlich gefährliche Gegenstände aus großer Höhe auf am Boden befindliche Polizeikräfte zu werfen. Da ging es nicht darum diese zu verletzen. Jeder der eine Gehwegplatte oder Eisenstangen von einem Hochhausdach auf Fußgänger am Boden wirft nimmt billigend in Kauf diese tödlich zu verletzen. Da es sich augenscheinlich um eine bewusste Falle handelte, kann man auch Heimtücke begründen und wir sprechen als von einem versuchten Mord. Ich finde es schon ziemlich liberal, dass man hier einen mehrstündigen Einsatz zur Sicheren Räumung des Dachs mit Spezialkräften unter unglaublicher Selbstgefährdung in Kauf nimmt, anstatt aus einem Hubschrauber die Lage zu bereinigen. Aber WIR nehmen ja lieber in Kauf, dass potentielle Mörder unerkannt der Festnahme entgehen können. Ich behaupte in anderen Ländern wäre es hier anders abgelaufen. Aber die potentiellen Opfer waren ja nur Polizeibeamte und die stehen in D bislang noch deutlich unter allem anderen. Mich würde einmal interessieren, wie diese Lage in Russland oder den USA bereinigt worden wäre, wo das Leben und die Gesundheit eines Polizisten ein wenig höher als das eines Einsatzmittels angesiedelt sind.
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Auf dem Weg vom “steifen Stück” zum geschmeidigen Leopard

Geändert von noam (18.07.2017 um 18:18 Uhr).
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