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Zitat von flaix
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Ich finde Infusionen auch grenzwertig und man sollte damit nicht einfach um sich schmeissen, aber wer zieht die Grenze? ...
Das Reglementieren von Infusionen hat ja seinen Hintergrund, das verstehe ich. Aber hat der Macher der Regel da wirklich an NaCl im mediacal tent gedacht, als er diese Regel erstellt hat? Ich denke, eher nicht.
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Doch genau an diese NaCl und Glucose-Infusionen hat die WADA gedacht, als sie das Verbot installiert hat.
Wir erinnern uns doch alle an die Bilder von Infusionsbehandlungen von Zabel, Aldag und Ullrich in Hotels in den 90ern während der Tour de France. Damals waren NaCl- und Glucose-Infusionen noch erlaubt, aber welchen Eindruck suggeriert ein Sport für die Öffenztlichkeit, dessen Ausübung nur unter Einsatz von Spritzen und Infusionen möglich ist?
Mich haben diese Bilder schon damals irritiert, als wir noch gar nicht wussten, was bei der Tour jenseits der Fernsehkameras noch infundiert und gespritzt wurde.
Wenn man sich ersteinmal als z.B. junger Fahrer daran gewöhnt hat, dass Spritzen und intravenöse Zugänge zur Ausübung einer Sportart scheinbar dazu gehören ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt über diese Zugänge z.B. Eigenblut zu verabreichen ("ist ja schließlich mein eigenes Blut"). Dass die WADA hier vor 15 Jahren eine eindeutige Grenze gezogen hat, finde ich absolut richtig und diese Grenze sollte man auch als Rennarzt und Athlet (im Falle von Skipper liegt die Schuld klar bei beiden) einhalten!
Nach dem Rennen ist vor dem Rennen und wer sich mit einer unerlaubten Methode einen Vorteil gegenüber Konkurrenten schafft, die das Reglement beachten und deshalb dann eine längere Regenerationszeit nach einer Langdistanz benötigen und beim nächsten 70.3er vielleicht gerade deswegen gegen Skipper verlieren, gehört zu Recht kritisiert, wie das der Captain getan hat.