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Alt 21.06.2017, 01:12   #18
ThomasG
Gesperrt
 
Registriert seit: 23.01.2012
Beiträge: 4.769
Auf die Schnelle habe ich jetzt keine Infos gefunden, welche Ausbildung Werner Bartels absolviert hat.
Ich hat zahlreiche Bücher geschrieben und wurde ausgezeichnet.
Das klingt erst einmal ziemlich gut.
Mir sind sind seine Aussagen viel zu pauschal, auch wenn er selbst relativierende Informationen nebenbei einbringt.
Seine Kernaussage sind aber trotzdem recht pauschal und er nennt auch keine Quellen.
In den letzten 20 Jahren hat es wohl eine ziemlich Boom gegeben, wo Leute, die über Jahrzehnte im Prinzip unter großen Bewegungsmangel litten und alles andere als fit waren wohl in vielen körperlichen Bereichen, innerhalb relativ kurzer Zeit einen Marathon beispielsweise oder einen Triathlon o.ä. teilgenommen haben und dabei zumindest zu Anfang ziemlich hochintensiv das Ganze angegangen sind.
So zumindest mein Eindruck.
Man kann nicht die Folgen von Jahrzehnten in einem halben Jahr wegwischen und bestimmt auch nicht einmal in fünf Jahren.
Wer sich im Wettkampf einer hohen Beanspruchnung aussetzen möchte tut gut daran sich ihr im Training allmählich anzunähern, es sei denn, sie sind so extrem, dass eine Gewöhnung praktisch gar nicht möglich ist.
Ich bin davon überzeugt, dass wir Menschen eigentlich sehr gute Anlagen zu ausdauernden, langen Läufen mitbringen und da auch oft ziemlich gut trainierbar sind.
Aber halt auch nicht alle Menschen.
Manche haben halt das Pech, dass ihr Körper eben nicht so gut trainierbar ist.
Früher sind solche Leute wohl öfter einfach Wettkämpfen irgendwann fern geblieben und haben sich dann oft auch vom extremeren Training wieder verabschiedet nach bestimmten Erfahrungen.
In den 1980er war es in der Laufszene recht "brutal".
Wenn man da in der Pfalz an einem kleinen Marathon teilgenommen hat mit 100 oder 300 Teilnehmern und man hat vier Stunden dafür gebraucht oder gar länger, dann musste man damit rechnnen als einer der letzten in`s Ziel zu kommen und von auf den ersten Blick nicht so furchtbar sportlich veranlagten Menschen überholt zu werden, die deutlich älter waren und/oder einen geschlechtsspezifischen Nachteil hatten.
Der durchschnittliche 20 Jährige kommt nicht unbedingt gut damit klar, wenn eine Frau im Alter seiner Mutter ihn jenseits Kilometer 30 irgendwann recht locker überholt.
Das konnte früher passieren.
Heute wahrscheinlich auch, aber da sind ganz andere Massen unterwegs, so dass das oft gar nicht so drastische wahrgenommen wird.

Geändert von ThomasG (21.06.2017 um 01:18 Uhr).
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