Zitat:
Zitat von Stefan
Sich nur über e-bike-Fahrer lustig zu machen finde ich auch nicht richtig.
In unserem Zeitnehmerteam ist ein 78jähriger Herr, der geistig noch 100%fit und körperlich für sein Alter in sehr guter Verfassung ist.
Dieser Herr fährt regelmässig seine Runden mit dem e-bike. Er achtet auf seinen Puls und ist bei seinen Radtouren immer mit Pulsmesser unterwegs. Für ihn ist das e-bike eine Bereicherung. Er freut sich darüber, dass er beim Sport wieder mehr von der Gegend sieht (grösserer Radius bei selbem körperl. Aufwand) und ersetzt manche Autofahrten mit e-bike-Fahrten.
Teilweise nerven mich die e-bike-Fahrer, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, aber ich sehe auch die positiven Seiten daran.
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Die positiven Seiten, insbesondere den theoretischen möglichen Ersatz von Autofahrten durch E-Bike-Fahrten haben wir ja zu Beginn dieses Threads schon entsprechend gewürdigt und er ist unbestritten. Der von dir erwähnte E-Bike Fahrer mit Bewegungsdrang und körperlichen Einschränkungen ist ja auch der Idealtypus eines Fahrers, für den diese Fahrradgattung ursprünglich konzipiert wurde.
Einzig das Argument ("sehe mehr von der Gegend, weil ich größere Touren fahren kann") bereitet mir etwas Kopfschmerzen. Ist es wichtig, bei Bewegung n der Natur, möglichst "viel" zu sehen? Muss man Mitleid haben mit Wanderern und Bergsteigern, die an einem Tag nur 20km und einen einzigen Gipfel schaffen (und dabei vermutlich gar nichts von der gegen sehen

), während E-Bike-Fahrer mit genügend großem Akku ohne weiteres 60km mit 2000hm und drei Gipfel hintereinander schaffen?
Ich finde ein wenig Entschleunigung in der Freizeit tut uns sehr gut und wenn man in einem bestimmten Alter halt keine Touren mit extrem vielen Höhenmetern mehr schafft, dann ist das halt so. In Bayern sagt man: "ois hat sei Zeit!"