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Zitat von Schwarzfahrer
Klar, die Fälle gibt es, und traurig genug, daß die Bürokratie für sowas keine Flexibilität hat. Mir ging es aber um den m.M.n. falschen Eindruck, daß dies das Hauptproblem sei, und bei Freizügigkeit die meisten Flüchtlinge sofort Arbeit hätten. Tatsache ist doch, daß ein großer Teil der Flüchtlinge aus dem arabischen Raum keine bei uns anwendbare/verwertbare Ausbildung hat, und oft schon an der Sprachbarriere scheitert, weil ohne lesen und schreiben können auch das Sprache-lernen in den Kursen nicht funktioniert.
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Also sollen Geflüchtete ab jetzt nach ihrer Verwertbarkeit ausgewählt werden? Wir sprechen hier von Geflüchteten, welche Asyl/Schutz suchen. Auch für Geflüchtete stellt die Perspektivlosigkeit ein Problem dar. Wieso sollte ich mir so eine große Mühe geben eine Sprache eines Landes zu lernen, wenn mir in unabsehbarer Zeit sowieso die Abschiebung droht und die Bleibeperspektive so gering ist. Deutschland schiebt mittlerweile ins "sichere" Afghanistan ab, darunter sind einige Menschen, welche zuvor hier ausgebildet wurden oder gearbeitet haben.
Freizügigkeit löst das Problem nicht gänzlich, aber es trägt dazu bei. Arbeit ist erwiesenermaßen außerdem integrationsfördernd.
Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer
Ansonsten war ich immer dafür, daß Asylbewerber innerhalb von wenigen Monaten entweder anerkannt und frei beweglich sind, oder das Land verlassen. Monate-jahrelange Aufenthalte ohne die Freiheit, zu arbeiten, und ohne klare Perspektive, sind unmenschlicher, als jede Abschiebung, finde ich.
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Das ist doch Quatsch und widerspricht deiner restlichen Argumentation. Vielen Menschen droht nach der Abschiebung die soziale Isolation in ihren Herkunftsländern oder auch schlimmeres.