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Alt 20.02.2017, 23:37   #1205
qbz
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Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 12.598
Zitat:
Zitat von captainbeefheart Beitrag anzeigen
Wenn Du den Gesamtmarkt betrachtest, haben die "vier großen" tendenziell ein Art Oligopol. Das ist selten gut für Preise.

Wenn Du differenziert drauf schaust, gibt es aber deutliche regionale Unterschiede, so sind bspw. die Stadtwerke München in München, die MVV in Mannheim deutlicher Marktführer bis hin zu lokalen Monopolen. Auch das ist nicht gut für die Preise.

Und bevor Du nachfragst: Die Stadtwerke verhalten sich bzgl. der angestrebten Externalisierung der Kosten durch die Atomkraft-Abschaltung genauso schäbig, wie die AG's.
Weil sie natürlich in der Marktkonkurrenz mit den dominanten AG´s stehen und letztere manchmal auch Anteile daran besitzen.

Ich überflog mal schnell ein Sondergutachten der Monopolkommission für den Bundestag aus 2007. Die Schlussfolgerungen unter 3.4.4., ab Seite 66 sind ernüchternd inbezug auf die ursprünglichen Versprechen der Vorteile der Privatisierung für die Verbraucher und bestätigen meine laienhafte Auffassung. Es scheint sich, nachdem was Du schreibst, in dieser Hinsicht nichts Wesentliches geändert zu haben.

"Sowohl traditionelle Konzentrationsmaße als auch modernere branchenspezifische Indizes weisen darauf hin, dass insbesondere die Verbundunternehmen E.ON
und RWE auf dem Markt für den erstmaligen Stromabsatz eine dominante Marktstellung einnehmen. ..."

"Ferner bestärken die im Rahmen der Anhörung der Monopolkommission von den Wettbewerbern und Strom-Großkunden vorgebrachten Vorwürfe der Kapazitäts- und
Informationszurückhaltung sowie die Aufteilung der Regelzonen beim bilateralen Handel den Verdacht, dass zwischen den Verbundunternehmen kein wesentlicher Wettbewerb besteht. Zusätzlich unterstützt wird diese Vermutung durch einige Gemeinschaftsbeteiligungen an Kraftwerken. Zumindest für diese Kraftwerke ist von einer gemeinsamen Gewinnmaximierung auszugehen."

http://www.monopolkommission.de/imag...9_volltext.pdf

Ps: Eine wirkliche Kontrolle dieses Marktes bräuchte im Parlament schon andere Mehrheiten und weniger Lobbyisten IMHO. Der "freie Markt" richtete es im Selbstlauf nicht zugunsten der Endverbraucher. Es braucht demokratische Kontrolle, aktive Einflussnahme oder eben staatliche Versorger.

Geändert von qbz (21.02.2017 um 08:55 Uhr).
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