Zitat:
Zitat von keko#
Ich gehe davon aus, dass ich fast nichts weiß, deshalb schließe ich auch nichts aus.
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Dein Argument verstehe ich ich folgendermaßen: Da Du weißt, wie wenig Du weißt, wäre es töricht, sich festzulegen. Das leuchtet mir ein.
Aber wie erkennst Du, wenn Du der tatsächlichen Wahrheit begegnen solltest?
Denn wenn Du keine Methode hast, die tatsächliche Wahrheit zu erkennen, dann ist es das Gegenteil von Offenheit. Dann ist es einfach eine Weigerung, Beweise zur Kenntnis zu nehmen oder sich für irgendwas zu entscheiden. Eine endlose Offenheit ist keine Offenheit.
Offenheit ist etwas anderes als "unentschieden zu sein". Wenn Du generell und aus Prinzip unentschieden bleibst, dann bist Du nicht offen für einen Beweis, der einen Sachverhalt klar entscheidet.
Ich würde gerne verstehen, ob es für Dich überhaupt ein Kriterium gibt, um eine tatsächliche Wahrheit zu erkennen. Bist Du generell und immer
unentschieden, egal welche Beweise man Dir vorlegen würde? Oder bist Du
offen für einen überzeugenden Beweis, der einen Sachverhalt klar entscheidet?
In der Wissenschaft ist man offen, bis ein Beweis zu einer hohen Wahrscheinlichkeit führt, dass eine These wahr ist. (Besser gesagt, dass diese These die zutreffendste unter allen Thesen ist.) Danach bleibt man "wachsam", nämlich, ob sich irgendwann durch neue Erkenntnisse ein Widerspruch ergibt. Dann kommt alles erneut auf den Prüfstand.