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Meiner Meinung nach war das Christentum über einige Jahrhunderte etwas besonderes, ja revolutionäres im menschlichen Miteinander. Es war aber ein Glauben, der von Menschen geschaffen wurde. Er ist auch nicht vom Himmel gefallen, sondern war einem Prozess unterworfen, siehe z.B. das erstes Konzil von Nicäa, wobei z.B. die Frage diskutiert wurde, ob Jesus göttlich sei oder nicht.
Bald haben die Mächtigen das Christentum vereinnahmt und es hieß "Und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein". Der Apparat der katholische Kirsche im Mittelalter war etwas furchtbares und viel Herrscher haben Kriege angefangen, um nicht christliche Völker im Namen des Christentums zu unterwerfen. Doch sie hatten lange Zeit das Monopol für das Seelenheil, bis dann Leute wie Luther, Calvin und Hus die Faxen dicke hatte. Die Reformation im Mittelalter war eine logische Konsequenz.
Aber während die Welt sich seitdem rasant entwickelt hat, ist beim Glauben seit dem nicht mehr viel passiert. Dieses Festhalten und Rumwühlen in den alten Texten ist meiner Meinung nach ein Grund dafür.
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