Zitat:
Zitat von noam
Moment mal, der Thread geht mir ein wenig in die falsche Richtung. Es geht mir gar nicht mal konkret um den genannten Thread sondern eher um das grundsätzliche hier im Forum.
Ich habe das Gefühl, gerade in meinem privaten Umfeld, dass die Einschätzung von eignen sportlichen Leistungen ins deutlich zu optimistische abdriftet. Wenn dann wieder von den wochenendlichen Heldentaten erzählt wird, die für den Laien zwar als das scheinen aber unter objektiven Kriterien im Vergleich zum Aufwand eher unterdurchnittlich sind.
In meiner Gegenwart werden solche Heldentatengeschichten schon nicht mehr erzählt, weil ich immer der Spielverderber bin, der die Protagonisten wieder auf den Boden zurück holt bzw auch mal kritische Töne von mir gebe.
Soll bedeuten ist es unangemessen sportliche Leistungen zwar unter Berücksichtigung des Einzelfalls aber dennoch objektiv zu beurteilen, auch wenn man damit subjektiv die Leistung herabwürdigt? Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass man immer der Arsch ist, wenn man nicht alles beweihräuchert und vor Ehrfurcht im Boden versinkt.
Und der Thread war für mich halt der Auslöser dies einmal hier zur Diskussion zu stellen.
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Man kann halt schwerlich nachvollziehen wie schwer und aufwändig es sei kann bestimmte Leistungen zu erzielen, wenn man erheblich mehr oder erheblich weniger Talent hat als derjenige, der die Leistungen, die man beurteilt, erzielt hat.
Außerdem muss man sich häufig auf die Richtigkeit von bestimmten Angaben verlassen.
Peter Greif meinte mal, es würde nie so sehr gelogen wie auf dem Einlaufplatz als ein Schützling ihm tief deprimiert nach einem Wettkampf berichtete, er wäre von einem Läufer deklassiert worden, der gemeint hat, er würde sehr viel weniger trainieren.
Man kann also nicht so sicher beurteilen, welcher Trainingsaufwand bei gegebener Leistungsfähigkeit als unverhältnismäßig zu bezeichnen wäre, um es mal recht diplomatisch auszudrücken.