Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Würdest Du sagen, dass Gott nicht nur die Welt irgendwann erschaffen hat, sondern auch heute noch in sie eingreift? Mir scheint, dass in dieser Frage Glaube und Wissenschaft unvereinbar sind.
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Gott greift nicht ein und bestimmt, sondern die Lebensläufe der Menschen sind nur vorhergesehen. Hätte er etwas absolut Vollkommenes geschaffen, hätte er sich selbst erschaffen müssen. Da Ununterscheidbares identisch ist, wäre Gott mit seiner Schöpfung identisch - es gäbe sie nicht.
Da Gott aber weise und gut ist, hat er die beste Welt aller möglichen geschaffen. Da sie aber zweifellos noch fehlbar ist, hat er ihr Moral und Vernunft gegeben, um sie harmonisch und gut werden zu lassen. Der Mensch irrt dabei, aber nur aus Mangel and Vernunft und Wissen, was er sich aber immer mehr aneignet. Auch die Natur ist vernunüftig. So sucht sich das Licht auf dem Weg von A nach B den besten Weg, also den kürzesten. Die Seifenblase wird exakt rund usw. Die Vernunft ist die einheitliche Basis von Wissenschaft und Ethik. Der Mensch irrt dabei noch und sorgt für Übel, aber aus unvermeidbaren Gründen.
Das Prinzip nach dem Besten zu streben, eint menschliches und göttliches Handeln und gilt auch für die Natur.