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Was für eine Einheit. Solche Trainings fühlen sich im Nachhinein eigentlich immer gut an, wenn man nicht gerade versagt hat. Man ist froh, dass man sie abhaken kann und weiss, dass ein paar harte Kilometer mehr im Sack sind. Das allgemeine Befinden und die Psyche erleben dann ein Hochgefühl. Der Weg dorthin ist aber meist weniger komfortabel.
Heute war es mal wieder anders; die Session hat von Anfang bis Ende Spass gemacht. Das lässt auf eine gute Form hoffen und macht Laune für die Hochsaison, die bei mir ja etwas später kommt.
Wie sah die Einheit aus?
Es sollte einen simulierten Duathlon geben.
Laufen: 25 Minuten einlaufen mit 5 Steigerungen, danach 4 x 3 Minuten hart mit 90s Traben, danach habe ich den Anstieg nach Hause schön "steady" in Zofinger Pace mitgenommen (4 Minuten).
Rolle: Sofort hart anfahren; 4 x 5 Minuten hart mit gleichlanger Rollpause.
Laufen: Wieder schnell anlaufen und zwar einen Berg hoch um Zofingen Part 3 zu simulieren. Nach 8 Minuten war ich oben und bin locker zurückgetrabt.
(Ich wollte beim Runterlaufen nichts unnötig herausfordern und lief nur noch aus. Mein Selbstvertrauen ist bergab ohnehin grösser als bergan. Meine KOMs kann man an einer Hand abzählen, aber einer davon sind die letzten 2.5 Kilometer in Zofingen; downhill bis zum Ziel)
Nach Fruchsaft und Proteinshake gab es noch eine Stunde locker auf der Rolle um die Säure wieder rauszufahren.
An manchen Tagen spürt man schon beim Einlaufen, dass die Beine einfach wollen. Man fühlt sich leicht und locker und läuft praktisch ohne Effort. An solchen Tagen ist dann immer schön, wenn man die Haxen auch richtig gebrauchen und den Körper etwas herausfordern darf. Dann kann man die Anstrengung irgendwie ausblenden und sieht die Belastungen nur als Möglichkeit um schneller zu werden. Man freut sich in den Pausen darauf, dass es endlich weiter geht.
Ich hab mich hinterher gefragt, ob ich mich vielleicht zu wenig gepusht habe. Aber nein, ich wollte mich ja nicht total abschiessen und die Belastung hat sicher gepasst. Von der Pace habe ich keine Ahnung aber ich spürte, dass es schnell war. Für solche Tage macht man Sport und an jedem Wettkampf betet man, dass man solche Beine hat.
Die Ruhewoche hat wohl gut getan, denn mitten in einem harten Block fühlen sich solche Trainings mehr zäh denn gut geölt an.
Jetzt heisst es relaxen, am Spätnachmittag gehe ich meine Trainingslaufräder abholen und am Abend gibt's allenfalls noch Stabi.
Grüsse
Pippi: hab den Helm noch nicht ausprobiert, da ich nicht mehr auf dem TT sass. Ich musste erst schauen, ob die Wunde das Radfahren überhaupt erträgt und wollte mir noch keine extreme Position zumuten. Im "Trockenen" passt er aber tiptop.
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10 km: 30:48 - hm: 1:06:40
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