Zitat:
Zitat von Scotti
Naheliegend ist das, was Astrologen sagen, auch immer.
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Aeh? Ich glaube du hast nicht verstanden was ich meine. Es ging mir um eine Abschaetzung von Wahrscheinlichkeiten, ohne die Details zu ueberpruefen. Da schneidet die einfachere Erklaerung meist besser ab, als ein verzwickte. Damit ist die einfache erklaerung naheliegend. Was das mit Astrologie zu tun hat ist mir unklar.
Zitat:
Das seh ich aber völlig anders. Aus deiner Quelle zitiert:
"Das ockhamsche Sparsamkeitsprinzip fordert, dass man in Hypothesen nicht mehr Annahmen einführt, als tatsächlich benötigt werden, um einen bestimmten Sachverhalt zu beschreiben und empirisch nachprüfbare Voraussagen zu treffen."
und
"Dabei ist zu beachten, dass dieses Sparsamkeitsprinzip keine Aussage über die Gültigkeit von Erklärungsmodellen macht, sondern nur eine Heuristik bietet, wie wirksame Erklärungen gefunden werden können."
Hervorhebung von mir.
Es geht um Gesetzmäßigkeiten und nicht um Einzelereignisse.
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Das was du da zitiert hast, widerspricht in keinster Weise der Anwendung auf Einzelereignisse. Mir ist bewusst, dass in der Wissenschaft dieses Prinzip fuer die Plausibilitaet von Gesetzmaessigkeiten genutzt wird, aber deswegen ist das Prinzip nicht darauf beschraenkt. Es ist auch nicht auf Voraussagen beschraenkt, keine Ahnung wieso du das hervorhebst. Zwischen retrospektiven Betrachtungen und Vorhersagen besteht doch gar nicht immer so ein grosser Unterschied. Gerade in der Wissenschaft schaut man sich oft an was passiert ist um daraus abzuleiten, was in der Zukunft passiert (da man annimmt, dass die Gesetzmaessigkeiten die gleichen bleiben). Schau dir zum Beispiel mal Untersuchung zur Planetenentsstehung an. Da wird oft die Frage gestellt: "Was muss geschehen, damit Prozess x in Gang kommt." Gibt es dazu verschiedene Varianten, dann wird die einfachere weiter verfolgt (und nicht die bei der 1000 extrem unwahrscheinliche Dinge gleichzeitig eintreten muessen). 100% ausschliessen kann man dann immer noch nicht, ob der unwahrscheinlichere Weg der ist, der in der Vergangenheit unser Sonnensystem formte, es ist nur naheliegend, dass es der einfachere war. (faellt dir die Aehnlichkeit zu der Baumann Geschichte auf?

)
Dass die Gueltigkeit von Erklaerungsmodellen nicht widerlegt werden kann hatte ich auch schon erwaehnt, es ist nur eine Plausibilitaetsbetrachtung (siehe auch voriger Absatz). Es ist durchaus moeglich, dass jemand Dieter Baumann gelinkt hat und dafuer ne Menge Aufwand betrieben hat.
Und wenn du schon zitierst, dann lies doch auch das hier (gleiche Quelle): "Nach einem Sturm sieht man einen umgefallenen Baum. Aus den Beobachtungen „Sturm“ und „umgefallener Baum“ lässt sich die einfache Hypothese ableiten, dass „der Baum vom starken Wind umgeweht“ wurde. Diese Hypothese erfordert nur eine Annahme, nämlich dass der Wind den Baum gefällt hat, nicht ein Meteor oder ein Elefant. Die alternative Hypothese „der Baum wurde von wilden, 200 Meter großen Außerirdischen umgeknickt“ ist nach Ockhams Rasiermesser weniger hilfreich, da sie im Vergleich zur ersten Hypothese mehrere zusätzliche Annahmen erfordert. Zum Beispiel die Existenz von Außerirdischen, ihre Fähigkeit und ihren Willen, interstellare Entfernungen zu bereisen, die Überlebensfähigkeit von 200 m hohen Wesen bei irdischer Schwerkraft usw."
Jetzt verstanden?
Zitat:
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Wenn man Ockham so benutzen könnte wie du es tust, dann hätte er nicht mehr Relevanz als ein Horoskop!
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Wie das mit Horoskopen zusammenhaengt ist mir unklar. Das Prinzip ist doch sehr einfach und einleuchtend.
FuXX