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Zitat von FlyLive
Auf das Thema zum Einschätzen der realen Gefahr nochmal zu kommen.
Ein Parameter sind im Fall vom Amoktäter in München sicher die über 2000 Polizisten, die mit den ersten Schüssen und der Annahme von (anfangs) 3 Tätern eingesetzt wurden.
Ich gehe davon aus, das Polizei und Politik ein deutlich größeres Hintergrundwissen haben als wir hier. Aufgrund solcher Massen an Gesetzeshütern, sehe ich den Terror als ein nicht unbedingt kleines Alarmsignal.
Das am Ende ein einzelner Amoktäter dafür verantwortlich war, wusste ja erst mal keiner. Bleibt für mich die Frage an die hier lesenden und schreibenden Polizisten, ob es üblich ist in einer Millionenstadt ( Einsatzkräfte müssen ja auch verfügbar sein) bei Schießereien im öffentlichen Raum, mit soviel Kräften anzutreten ?
Ich kann es mir nicht vorstellen.
Fazit: Je größer die Sache zu sein scheint, desto mehr Ordnungshüter braucht man dafür. Das ist zumindest meine logische Analyse.
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Ich versuche es mal so zu erklären: Die Bevölkerung erwartet das die Polizei sofort und unmittelbar zur Stelle ist im Falle eines Amoklaufs / Terroranschlag. Dieser Erwartung versucht Polizei gerecht zu werden. Das so viele Polizeibeamte eingesetzt waren, hängt auch damit zusammen, dass die Polizei am Anfang zu Recht davon ausgehen musste, dass es mehrere Täter gab und diese möglicherweise auch den Ort des ersten Anschlags verlassen haben. Da bleibt dann keine andere Reaktion als alles was irgendwo verfügbar ist zu alarmieren.
Natürlich hat die Polizei in jeder Großstadt eine ähnliche Anzahl von Polizeibeamten zur Verfügung.
Das viel personalintensivere Problem ist die Polizeiarbeit zur Verhinderung solcher Anschläge bevor sie geschehen. Weder Amokläufer noch Terroristen sind im Vorfeld eindeutig zu identifizieren. Nicht jeder Moselm ist Terrorist, nicht jeder Depressive wird einen Amoklauf begehen. Dort den richtigen Weg zwischen staatlicher Kontrolle und Schutz der Grundrechte zu finden ist die Herausforderung.