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Zitat von keko#
Man könnte sich fragen, warum der Glaube schon immer da war. In Form von Glaube an Blitz, Donner, den "modernen" Gott oder an Strings, an die der scheinbar Ungläubige glaubt. Glaube ist Antrieb, nicht Bremse.
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in meinen Augen reflektiert und unterstützt der Glaube an eine Religion zu bestimmten Zeiten als "revolutionäre", dann herrschende "Weltanschauung" den Fortschritt bis er jeweils zu Bremsen der Entwicklung wird und als Religionsart langsam "ausstirbt". So erging es vielen Religionen und wird es allen heutigen grossen Religionen ergehen, daran ändern unsere Diskussionen überhaupt nichts.
Den Hauptantrieb für die Entwicklung der Menschheit sehe ich persönlich im Fortschritt der Produktivkräfte, welche die Religionen zu bestimmten Zeiten jeweils mitvoranbrachten (z.B. Erfindung des Buchdruckes und Verbreitung der Lutherbibel --> Lesen für das Volk. Mit demselben Produktionsmittel (Buchdruck) konnten die Aufklärer ihre Werke publizieren und unter das Volk bringen.). Gelingt den Religionen die Anpassung, Modernisierung an die jeweilige Zeit und Umstände (Reformation, USA-Kirchen), können sie natürlich länger überleben und entfernen sich von ihren Ursprüngen, welche dann von Sekten besetzt werden (urchristliche Gemeinden z.B., Bibelfundamentalisten, Dschihadisten).
Insofern erscheint mir natürlich der heute vorherrschende Glaube an die (Natur)Wissenschaften ziemlich lange überlebensfähig zu sein, zumindest solange wie die Menschheit unter einem Ernährungs-/Existenzdruck steht, ihre Produktivkräfte weiter zu verbessern. Sollte einmal auf der Erde (wie im Paradies) alles allen geschenkt werden, könnte Wissenschaft wieder zum Werk von Hobbygruppen werden und den "Vorrang" bei der Weltanschauung verlieren (oder umgekehrt: fast alle betreiben etwas Wissenschaft). Im Himmel sind auch nur 2 Wissenschaftler notwendig: Gott und Petrus für das Wetter. Alle anderen singen und lobpreisen glücklich.
