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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Hoffnung für Panikschwimmer!
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Alt 17.08.2008, 17:28   #39
Ravistellus
Szenekenner
 
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Registriert seit: 03.05.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 1.351
Neueste Meldungen aus der Panikschwimmer-Zone: Erfolg reiht sich an Erfolg , obwohl ich momentan eigentlich kein richtig strukturiertes und regelmäßiges Schwimmtraining durchziehe. Nutze aber trotzdem viele Gelegenheiten zum Schwimmen wie schlechtes Wetter oder See in der Nähe.
Letzte Woche hatte ich wenig Zeit, war aber drei Mal im Wasser und zwar in einem See in Brandenburg (für Kundige: der Gamensee bei Tiefensee/Werneuchen), der mir irgendwie bisschen unheimlich ist. Also wieder eine echte Herausforderung für einen Panikschwimmer! Am frühen Nachmittag bin ich erst Mal zu der Stelle im See, an der ich bei meinem letzten Besuch gekniffen habe und gar nicht ins Wasser gegangen bin. Diesmal bin ich mit wilder Entschlossenheit hingeradelt, wusste aber schon vorher, dass ich nicht viel mehr als 15 Minuten Zeit hatte, das hat den Druck bisschen genommen. Ok, bin also ins Wasser und leidlich ein paar hundert Meter in den See rein und wieder zurück geschwommen. So richtig wohlig war mir nicht, aber es ging so.

Zwei Tage später war ich wieder da, diesmal aber am entgegengesetzten Ende des Sees, da war ich bisher noch nie. Der See ist relativ schmal und knapp 2km lang. Das andere Ende ist viel sympathischer, heller, freundlicher, was weiß ich warum, macht mir jedenfalls weniger Angst. Ich bin rein und habe mich so 600-800m warmgeschwommen in verschiedenen Lagen. Dann bin ich für ca. eine halbe Stunde raus und habe mich mit meinen Bekannten, die mit waren, vergnügt.
Und dann bin ich mein Projekt angegangen: Einmal durch und zurück. Hatte ich mir ja eigentlich für die Krumme Lanke vorgenommen, aber jetzt war ich grade hier und hatte Zeit. Und tatsächlich bin ich locker und leicht durchgeschwommen, habe am anderen - immer noch unfreundlicheren - Ende ein paar Dehnübungen gemacht, weil eine Wade ein bisschen zu Mucken anfing und bin wieder zurück. Die Hälfte des Rückwegs allerdings in Rückenlage, da ich bisschen Bedenken hatte, ob ich tatsächlich durchhalte. Der See war etwas länger, als ich dachte, hatte das vorher nicht wirklich überprüft und mit ca. 30 Minuten Schwimmzeit für eine Tour gerechnet, es waren dann aber eher so 44 Minuten. Auf dem Rückweg war ich sogar eine Minute schneller. Wahrscheinlich bin ich auf dem Hinweg ziemliches Zickzack geschwommen.

Was soll ich sagen: Damit ist der Panikschwimmer-Blogg eigentlich beendet. Nach dieser Aktion habe ich beschlossen, mich fortan nicht mehr als Panikschwimmer zu betrachten. Ich habe sicher noch reichlich Trainingsbedarf, aber dem Freiwassertraining steht nun keine Freiwasserpanik, sondern nur noch Freiwasserbedenken entgegen. Nächste Stufe wäre dann Schwimmen im Meer, z.B. beim Ostseeman in Glücksburg, aber das hat ja noch Zeit.

Einen letzten Eintrag werde ich sicher noch verfassen, da ich ja meine erste OD noch nicht überstanden habe. Am 31.8. in Kallinchen. Vorher habe ich zum Glück noch Gelegenheit einige Male in der Krummen Lanke zu trainieren. Ich bin jetzt jedenfalls sehr optimistisch. Und wirklich sehr erstaunt, wie schnell die Entwicklung vom Panik- zum Durchschnittsschwimmer geht, wenn man dem Problem ernsthaft und entschlossen zu Leibe rückt.

Tschüssikowski

Ravistellus

P.S.: Eines muss ich - für die Panikschwimmer, die nach mir kommen und aus diesem Thread ja Hoffnung schöpfen sollen - noch anmerken: Schwimmen im See wie auch sonst geht viel, viel leichter, wenn ich mich vorher ein paar hundert Meter warm schwimme, und sei es nur am Ufer bisschen hin und her. Das war diesmal auch so. Die erste Runde im Wasser fühlte sich eher mühselig an. Als ich dann zur Durchquerung ins Wasser bin, war alles völlig leicht und locker, die Atmung lief völlig rund, alles Sachen, die mich sonst oft unter Druck setzen und verkrampfen. Ich bin wahrscheinlich nicht schneller, aber das Schwimmen macht dann einfach Spaß. Und auch die längere Pause, die zwischen Einschwimmen und den 4km lagen, war kein Problem. Ich werde bei zukünftigen Wettkämpfen verstärkt versuchen, wenigstens zehn Minuten für ein paar Lagen hinzukriegen.
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Per aspera ad astra! (Auf mühsamen Wegen zu den Sternen)

Geändert von Ravistellus (23.08.2008 um 12:02 Uhr).
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