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Vielen Dank für den Denkanstoß, sabine-g!
Ich denke, es ist wertvoll die kritischen Seiten des (Leistungs-)Sports ebenso zu benennen, wie die positiven. Ebenso interessant finde ich die dadurch ausgelösten Reaktionen hier.
Aus den mir zugänglichen Studien zur Wirkung von Sport glaube ich zu wissen, dass es offenbar ein "Optimum" von ca. 4 x 40 Minuten in der Woche mit mittlerer Belastung gibt. Weniger und mehr ist - natürlich Einzelfallabhängig - für den "Durchschnitt" nicht mehr optimal. Für die Aussage "zu wenig" bzw. "gar kein Sport" gibt es dabei nach meiner Kenntnis weitgehend gut gesicherte Erkenntnisse über das Risiko, während Aussagen für "zu viel" bzw. wo die Grenze bei "zu viel" liegt noch wenig gesicherte empirische Aussagen vorliegen.
Dennoch scheint den meisten klar, dass eine sehr hohe Belastung entsprechende Risiken birgt. Und da finde ich interessant wie deutlich sich der psychologische Umgang mit Risiken in dieser Diskussion spiegelt:
Vom "optimistischen Fehlschluss" (= ich kenne die Risiken, aber auf mich trifft es nicht zu), über den "defensiven Optimismus" (= ich kenne die Risiken, aber so schlimm kann das doch gar nicht sein, da vertraue ich auf Mutter Natur) zum "funktionalen Optimismus" (= Ich kenne die Risiken, aber weil ich xy tue, wird es mich nicht treffen) ist alles dabei.
Damit wird das eigene Risikos entsprechend relativiert bzw. heruntergeredet, gerne noch verstärkt durch "die anderen", die das auch so sehen. Da tut es m.E. gut, dass das Beispiel von Adept zur kritischen Selbstreflexion einlädt. Danke auch dafür!
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