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Alt 10.02.2016, 23:08   #36
ThomasG
Gesperrt
 
Registriert seit: 23.01.2012
Beiträge: 4.769
Zitat:
Zitat von mhovorka Beitrag anzeigen
Ihr dürft das nicht als "one way ticket" sehen. Der Körper ist schon ein bisschen komplizierter als nur - Laktat akkumulieren = Ermüdung. Mittlerweile weiß man, dass das Laktat wahrscheinlich (!) kein oder ein nur sehr geringer Faktor für die Ermüdung ist. Die Acidose (Übersäuerung) ist wahrscheinlich wesentlich mehr an der Ermüdung beteiligt. Dabei spielt aber nicht nur das Hemmen der glykolytischen Enzyme eine Rolle, sondern auch noch eine menge anderer Mechanismen (wie z.b. der Einfluss auf die Ca2+ Sensitivität bzw. Release, der Einfluss auf die elektrische Ladung an der Muskelmembran über K und Na Ionen usw usw usw).
Bzw werden bei der schnellen ATP Resynthese auch Phosphate gebildet, die sich wrs auch negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Aber hier alles zu nennen würde den Rahmen sprengen....Darum:

Hier ein sehr netter Artikel über den Gesamten Bereich der muskulären Ermüdnung - aber Achtung es sind über 40 Seiten Englisch und sehr viel Chemie + Sportwissenschaft :-)

http://physrev.physiology.org/content/88/1/287
Es ist denke ich schon ein erhebliches Problem, dass es einfach nicht klar ist, was die Leute genau meinen, wenn sie von Lactat oder Laktat sprechen. Ich glaube laut Nomenklatur ist es zulässig Milchsäure bzw. das Milchsäureanion so zu nennen. Ja und schon mal da besteht ja ein nicht unerheblicher Unterschied. Milchsäure dissoziiert in wässriger Umgebung in H3O+-Ionen und in Milchsäureanionen. Die Anionen sind aber wohl relativ unbedenklich für den menschlichen Körper die H3O+-Ionen allerdings nicht. Sie verändern den pH-Wert und unser Organismus kann ja nur in recht engen Grenzen bezüglich des pH-Wertes bestehen. Insofern finde ich es schon mal ziemlich irreführend, wenn da immer wieder betont wird Laktat wäre für dem menschlichen Körper nicht schlimm, ja wäre sogar ein Brennstoff. Dieses Laktat dürfte dann das Anion sein bzw. in seiner Verbindung enthalten. Es ist aber ja so, dass bei der Milchsäuregärung eben auch H3O+-Ionnen entstehen und zwar stöchiometrisch genau so viele wie Laktat(ionen?) (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Milchs...reg%C3%A4rung). Es könnte ja sein, dass eben die Laktationenkonzentration bestimmt wird, weil man eben die Konzentration der H3O+-Ionen nicht bestimmen kann oder das viel schwerer wäre. Das Laktat, von dem in diesem Zusammenhang dann immer wieder geredet und geschrieben wird, ist ja dann vielleicht einfach nur eine Art Marker für die Konzentration der H+ (eigentlich ja H3O+ wahrscheinlich und schon wieder etwas verwirrend) - Ionen, die eben bei der Milchsäuregärung zeitgleich entstehen. Wenn das alles so ist oder so ähnlich, dann qautschen da ein Haufen Leute dauernd aneinander vorbei. Dann ist das Laktat halt an sich kein Problem und ein supertoller Brennstoff, aber wenn dieses Lakat entsteht, dann entsteht pro Mol je ein Mol H3O+-Ionen und die sind das Problem oder so halt. "Am Ende sehen wir betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen" hat glaube ich mal der Bert Brecht geschrieben.
Zitat:
Mal Grundsätzlich zu dem Artikel: mich würde interessieren wer den verfasst hat :-)
Es ist Jahre her als in einem anderen Forum dieser Artikel oder jedenfalls ein sehr ähnlicher dem staunenden Publikum um die Ohren gehauen wurde ;-). Da war aber zu erkennen, wer ihn geschrieben hat. Man hat mir "gesagt", als ich mich über den lockeren Schreibstil etwas aufgeregt habe angesichts des doch recht fundamentalen indirekten "Vorwurfs" (There is noe lactat threshold), der Autor hätte lange Zeit versucht Gehör zu finden sei aber häufig mehr oder weniger ignoriert worden und so wäre es zu erklären, dass er sich dann irgendwann in anderem Stil äußerte.
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