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Hab mich hier mal durchgelesen. In die Diskussion um die 2:55 will ich mich nicht einklinken. Da zählen für mich nur Ergebnislisten.
Was mich eher bewegt ist das hochlebenlassen von 2 / 4h Läufern. Bin selbst erstaunt, wie viele Laufmuffel mittlerweile an Veranstaltungen dran teil nehmen. Auf der einen Seite freu ich mich, dass die den Hintern vom Sofa hochbekommen haben. Auf der anderen Seite sind das aber keine Läufer. Laufen beginnt auch nach meiner Definition erst bei 15km/h auf 10km. Alle anderen sind dann nur „Jogger/Traber“. Wenn die Marathon als Motivation brauchen, ist das ja gut. Aber welche medizinischen Spätfolgen dafür in kauf genommen werden, wird nicht hinterleuchtet.
Ein Freund hat in den letzten 3 Jahren 6 HM mit 2:00-2:05 ins Ziel gebracht und wird bei FB als Held gefeiert. Für mich ist er eher ein Versager als „Läufer“. Er trainiert regelmäßig. Hier fehlt es an Ehrlichkeit, auch öffentlich einzugestehen, die gesteckten Ziele weit verfehlt zu haben. Und ich bin dann der Buhmann im Internet, weil ich mich als einziger kritisch über die Leistung geäußert habe.
Zu Schluss bin ich von der Halbherzigkeit genervt, wie heute Hobbys betrieben werden. Ich zähle mich zu einer aussterbenden Rasse, die nach dem Motto „entweder richtig, oder gar nicht“ Dinge angehen. So genug rumgejammert. Bin zum Training.
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