|
Die Gruppe lief meines Wissens nach anfangs auf deutlich unter 2:07 und zeitweise für einige Kilometer sogar auf WR-Kurs. Profis bezahlen Überpacen beim Marathon auch, selbst Gebrselassie ist meines Wissens mal in Tokio auf eine Fabelzeit angelaufen und hat dann doch deutlich auf der zweiten Hälfte Federn lassen müssen. (Und ist "NUR die damals viertschnellste Zeit der Geschichte gelaufen :D)
Das Ausnahmetalent von Eliteläufern macht vermutlich ein negatives Pacing zu einer sinnvollen Option auf Bestzeit, weil möglicherweise die Laufökonomie nicht so stark nachlässt wie bei Amateuren. Aber zu schnell ist halt zu schnell.
Natürlich sprach vieles dafür, möglichst lange bei der Gruppe zu bleiben (Stichwort mentaler Windschatten), aber ich bin mir ziemlich sicher, dass bei konsequentem Anlaufen auf z.B. eine niedrige 2:08 eine 2:07 möglich gewesen wäre.
Ansonsten schließe ich mich aber dem Käptn an: Mit so frühen Problemen das Ding so zu Ende zu bringen, das verlangt echt Respekt.
|