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Zitat von ThomasG
Sehr häufig (zumindest früher) wird ja in der Literatur die Schwellenleistung (anaerobe-aerobe Schwelle) gleichgesetzt mit der maximal möglichen Stundenleistung (sozusagen optimal austrainiert und bei optimaler Wettkampfgestaltung also gleichmäßiger Intensität). Zumindest gilt das für Laufen und Radfahren. Zwar ist es schon denkbar, dass es Phasen geben kann in einem Wettkampf, bei dem man sowohl für den Lauf- als auch den Radpart deutlich länger als eine Stunde braucht, aber dann dürften in diesen Phasen die Intensitäten normalerweise überzogen sein und zu einer Verschlechterung des Gesamtergebnisses führen. Einzelne Ausnahmen mag es geben (extreme Anstiege auf dem Rad, wo man sonst absteigen müsste oder danach eine relativ lange Abfahrt kommt, in der man sich körperlich sehr gut erholen kann, ohne dass darunter das Tempo leidet). Es ist nicht so, dass beispielsweise eine bestimmte Pulsfrequenz als Maker geeignet ist in jeder Situation zur Beurteilung oder Abschätzung der Intensität relativ zur (rel.) VO2max. oder eben relativ zur Schwellenleistung. Im Falle von Flüssigkeitsverlusten während der Belastung steigt nämlich z.B. der Belastungspuls bei gleichbleibender Leistung an.
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Zitat:
Zitat von captain hook
Du kannst länger als 2h an oder über der Schwelle performen? Das dürfte schon per Definition quasi unmöglich sein.
Aber nochmal. Es ist gegen VO2max Einheiten speziell für die schnellen Disziplinen überhaupt nix auszusetzen. Aber alles zu seiner Zeit. Und jeder Trainingsinhalt hat halt so seinen Platz im Jahresaufbau. Wenn Du in der VP1 schon VO2max machst, wann machst Du dann Schnelligkeit und Kraft?
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Ich nutze eine andere Definition von Schwellenleistung. Die Schwellenleistung ist für mich nicht CP60, sondern CP. Dh. Die CP kann deutlich länger gehalten werden als die Stunde in CP60, da sich im Steady-State (Schwelle) kein Laktat aufbaut. Aber das ist in der Tat nicht das Haupt-Thema hier. Es ging ja um den Aufbau einer sinnvollen Periodisierung.
Meine Meinung ist, gleich am Anfang die Schwelle (egal welche Interpretation) zu erhöhen, um dann das nachgelagerte Training mit einer höheren Ausgangsbasis fortzusetzen. Die nachgelagerten Trainingseinheiten wären auf einem höheren Niveau, was zu einem besseren Traininigseffekt führt.
Es ist ein bisschen so wie man beim Krafttraining die Maximalkraft als Basis sieht für die Effizienz von Hypotrophie und Kraftausdauertraining. NICHT ABER INHALTLICH VERGLEICHBAR.