Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Korrekterweise müsstest Du den Werten des Islam die Werte des Katholizismus gegenüberstellen (oder die Werte des Neoliberalismus).
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Nein, für viele Muslime, die kommen, ist der Islam richtungsweisend für ihr Leben in allen Bereichen. Das gilt für den Katholizismus in Europa schon seit längerem nur für eine kleine Minderheit. Die Mehrheit orientiert sich eher an den Werten der Aufklärung, und pflegt Werte die überwiegend auf dem Christentum basieren, ohne diese für allein entscheidend zu halten. Die Werte des Neoliberalismus halten sicher auch viele für wichtig (sehe ich bei manchem jungen Arbeitskollegen) - für mich haben diese ebenso religiöse Züge, wirken sich aber nicht annähernd so auf alle Lebensbereiche aus, wie der Islam.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Es kommt aber nicht der Islam nach Deutschland, sondern Menschen muslimischen Glaubens. Das ist ein entscheidender Unterschied. Denn Menschen sind wesentlich flexibler als das geschriebene Wort in heiligen Schriften. Selbst in meiner überschaubaren Familie kommen gläubige Muslime, erzkatholische Menschen, ein homosexueller Mensch und zwei religiöse Skeptiker wunderbar miteinander aus.
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Schön, wenn es in Deiner Familie klappt, und ich kenne auch einige Muslime, wo dies der Fall ist. Aber meine Erfahrung ist, daß der Anteil der Muslime, die eben diese Flexibilität komplett vermissen, relativ hoch ist (besonders, aber nicht ausschließlich bei niedrigerem Bildungsniveau), und bei so großen Mengen nicht vernachlässigbar sein wird.