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Zitat von Klugschnacker
Das hat überwiegend wirtschaftliche Gründe. Kulturelle oder religiöse Gründe sind hier nachrangig.
Eine türkische Familie mit geringem Einkommen findet nur in sozial schwachen, auf deutsch: relativ runtergekommenen Vierteln eine Wohnung. Deshalb sammeln sie sich in Neuköln und nicht in Grunewald an. Sobald sie es sich leisten können, ziehen sie in bessere Viertel.
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Einkommen trennt, da gebe ich dir recht. Aber innerhalb dieser einkommensschwachen Gruppe gibt es wieder eine Trennung. Ich wohnte ein paar Wochen in Brooklyn und da ist mir das deutlich geworden. In einer Ecke wohnen Juden (bessere Ecke von Brooklyn), dann die aus der Karibik (auch wieder unterteilt), dann Osteuropäer (auch wieder unterteilt).
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Zitat von Klugschnacker
Dreh- und Angelpunkt ist auch hier die Bildung und die Integration in den Arbeitsmarkt. Dann bleiben die Parallelgesellschaften aus.
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Kann ich dir auch nur bedingt recht geben. Auch auf dem Arbeitsmarkt gut Integrierte machen in ihrer Freizeit ihr Ding. Ich sehe genug Türken mit ordentlicher Wohnung, Auto und Job, wo die Frau beim Einkaufen mit Kopftuch verhüllt hinterher läuft und den Einkaufswagen schiebt und der Mann mit cooler Brille, Shorts und iPhone vorneweg.
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Zitat von Klugschnacker
Ganz davon abgesehen, sind spanische, italienische, türkische oder chinesische Viertel in Millionenstädten nicht der Untergang des Abendlandes.
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Nein sicher nicht. In manche dieser Viertel geht die Polizei halt nicht mehr rein, wenn es ganz üble Ecken sind. Aber Untergang ist es sicher nicht. Oftmals auch echte Bereicherung. Totale Homogenität, wie es manche Rechte wollen oder wollten, wäre wohl der wirkliche Untergang.