Ich glaube Angst ist meistens sehr diffus. In den Diskussion meine ich heraus zu hören, dass man es auf eine "Angst um unser Leben" zurückführen kann. Nicht "Angst ums Überleben", sondern Angst davor, dass unser Leben irgendwann nicht mehr so ist, wie es jetzt eben ist; Mit all den Annehmlichkeiten, dem Luxus, den sozialen Dienstleistungen, dem imaginären Freiheitsbegriff, den uns die Wirtschaft so schön pflegt, etc. Es ist die Angst der Alten, dass gestern der beste Tag in unserem Leben war und die Angst, dass die Zukunft nicht mehr über ein Sparbuch planbar ist.
Schon bevor Franziskus Papst wurde, hat mich die Geschichte vom Hl Franziskus fasziniert und sehr zu denken gegeben. Ich liebe diesen alten Film von Franco Zeffirelli "Bruder Sonne, Schwester Mond." aus 1972. Auch wenn das eine Hippieverwurschtung des Themas ist, so bringt er für mich doch diesen einen so elementaren Satz zum Ausdruck: "Du musst alles zurücklassen, um wahrhaftig zu lieben."
Ich bin kein verklärter Romantiker aber trotzdem ist für mich jeder Kompromiss (ich hab eh gespendet und gegen die bösen Nazis gewettert) irgendwie verlogen.
Ich glaube auch, dass die Bereitschaft, sich inhaltlich, ernsthaft und vorurteilsfrei mit der Problematik auseinanderzusetzen, der allererste und allerwichtigste Schritt in die richtige Richtung ist. Das ist auch der Grund, warum ich dieses Forum hier so gern hab, weil das was
wirklich von Bedeutung ist, auch seinen Platz bekommt!
Nik