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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Storebaeltsbroen! Aarhus-Kopenhagen, 12.09.2015
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Alt 28.07.2015, 09:32   #207
jannjazz
Szenekenner
 
Benutzerbild von jannjazz
 
Registriert seit: 10.08.2011
Ort: Metropolregion Hamburg, auf dem Dorf
Beiträge: 6.291
Noch 45 km bis Aarhus.

Zurück aus Dresden, Sightseeingwochenende mit Frau und Dresden City Triathlon, aber ohne Computer, ich kann diesen Text nicht in den iPad tippen, weil ich old school bin und noch in den 80ern beim Stenographenverein das Tastschreiben gelernt habe. So, geneigter Leser, musst Du halt auf meine Ergüsse bis zu meiner Rückkehr warten.

10 Jahre nach meinem letzten Aufenthalt präsentiert sich Dresden schöner als je zuvor, oder besser, schöner als jemals seit 1945. Ich habe mich richtig in die Stadt verliebt, allerdings gibt es ein paar Details an denen noch gearbeitet werden muss, z.B. diese hohe Empfänglichkeit weiter Bevölkerungsteile für deutlich zu rechtes Gedankengut. Ich selber habe davon allerdings nichts mitbekommen.


Morgenlauf an Poserlocation

Anlass meines Besuches war aber ja auch der Dresden City Triathlon, auf den mich flachy mit dem Blog vor einem Jahr aufmerksam gemacht hat. Damals sofort gemeldet haben wir dann um die Veranstaltung rundherum unser Wochenende organisiert. Das hat den Riesenvorteil, dass ich über das Startgeld nicht lange nachzudenken brauche, da die Gesamtkosten aus Anreise, Hotel und Spesen dieses leicht übersteigen und so wunderbar verwischen.

Bei meinem ersten Kontakt mit dem DDCT über die Webside hatte ich so den Eindruck, man wollte mittelfristig eine Grossveranstaltung nach Hamburger Vorbild etablieren, kommerzieller Veranstalter von weit her (Köln), Wettkampf in oder dicht an der Innenstadt, hoher Anspruch mit Profistartern wie Johann Ackermann sowie eine Triathlonmesse. Hiervon war aber bald keine Rede mehr, allerdings nur inoffiziell, denn auf der Webside standen sowohl die Messe als auch die Profis bis zum Schluss. Die Frage ist ja, wieviele Starter man braucht, bis so eine Veranstaltung eine schwarze Null gibt, für einen Profianbieter und eine Stadt wie Dresden (weit weg!) sind das natürlich ein paar mehr als wenn der Dorfverein mit lauter Ehrenamtlichen die Nummer am See durchzieht. Ich weiss es nicht und mag auch nicht spekulieren. Der Geburtsfehler war hier natürlich die schon oft erwähnte und auch von Veranstalterseite 1000x bedauerte und entschuldigte Terminkollision mit Leipzig, das kostet natürlich enorm Zielgruppe. Aber eben, alles nicht meine Sache.

Jedenfalls, als wir dann in Dresden ankamen gab es neben der korrigierten Radstrecke, die nun sechs Runden a´ ca. 7 km umfasste, noch ein weiteres Problem: die Elbe führte gar kein Wasser! Und die Infos waren überall schlecht, wobei ich zur Ehrenrettung der Veranstalter sagen muss, dass sie die Fragen (Schwimmen ja oder nein, wenn ja, mit oder ohne Neo) auch nicht beantworten konnten, weil der Pegel der Elbe schwankte. Im letzten Moment, wir sassen beim Frühstück, kam dann "Schwimmen frei", aber keine Info über Neo.

Na ja, wir dann also zur TA und: Überraschung! TA liegt ca. 10 m unter Strassen auf Flussniveau. Nach oben führt ein ziemlich übler Kopfsteinpflasterweg, nicht befahrbar, so dass sinnvollerweise die blaue Linie gleich oben aufgemahlt worden ist. Die Radstrecke ging elbaufwärts Richtung Pillnitz und kam mir aufgrund der Rundenzahl langweilig vor, aber dazu später mehr. Laufen ging ca. 1,5 km Richtung City, vier Runden.

Wir also alle rein in den Bus und ab zum Blauen Wunder, einer stählern Elbbrücke, wo das Schwimmen starten sollte. Hier standen wir am Ufer und ich hatte eigentlich keine Lust mehr: die Elbe flach, das Radeln kurze und häufige Runden, das Laufen auch. Wenn jetzt einer gekommen wäre mit dem Angebot "Tausche, Du Staffelläufer, ich Triathlet", ich hätte es gemacht. Aber dann ging es ja ins Wasser und - so flach war es gar nicht, zumindest meistens. Außerdem musste man sich schon ordentlich hinstellen, um nicht in die Strömung zu fallen, dann hätte es nämlich kein Zurück gegeben. Von diesem Moment an war alles anders, es war Wettkampfmodus und Freude, bis auf eine grosse Kleinigkeit, denn sowohl swim entrance als auch exit waren, über die vielen fiesen Steine, eine Katastrophe und, gelinde gesagt, gefährlich. Allerdings: bei einem normalen Wasserstand von z.B. 2 m hätte man auf Rasen ein- und aussteigen können. (wird fortgesetzt)
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