Klar sind die Kunden von den Streiks betroffen. Ich hab übrigens ne Bahncard 50 und fahre zu auswärtigen Terminen fast immer mit der Bahn. Aber dennoch kann "die Öffentlichkeit" W. egal sein. Ist vielleicht sogar eher umgekehrt: Je kämpferischer er sich ungeachtet seines Images gibt, desto mehr setzt er sich für die Gewerkschaftsmitglieder - in deren Augen - ein. Dem Vorstand dagegen ist aber aus seinem Interesse heraus völlig schnuppe, wie sie auf die Gewerkschaftsmitglieder wirken. Sie repräsentieren das Unternehmen in der Öffentlichkeit, d.h. bei Kunden, gut. Und im Aufsichtsrat kriegen sie Unterstützung, wenn W. ist ja "der Feind", erscheint (und ist es vielleicht auch) nicht kompromissbereit und der Vorstand ist ein "guter Vertreter des Unternehmens". Alles schön interessengerecht.
Das Kunden von Streiks betroffen sind, ist im übrigen immer so. Nur im Transportwesen wird es gleich offenbar. Wenn die Frisöre streiken würden, würde man sich die Haare eben 2 Wochen später schneiden lassen oder das Haus ist eben ne Woche später fertig, wenn die Maurer streiken. Letzteres kann natürlich bei Geschäftsgebäuden erhebliche Auswirkungen haben, aber nicht in der Öffentlichkeit.
Wenn's nicht grade ein bestimmter Flughafen ist. Aber da sind wir jetzt fast wieder beim Bahnvorstand.
