Zitat:
Zitat von Hafu
Aufschlussreicher wegen all der Begleitmimik und nonverbaler Ausdrucksweise ist definitiv ein Interview unter Live-Bedingungen.
Und absolut legendär war Voigts Auftritt im Sportstudio 2007:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitr...en-sportstudio
Es war mutig, dass er sich überhaupt da hin getraut hat, aber danach war ( und bin: ich hab das Gespräch/ Verhör damals live gesehen und jetzt gerade noch mal als Konserve) ich mir sicher. Da saß sicher keiner der Extremdoper vor Müller-Hohenstein, kein Ar... wie L.A., aber ganz sicher auch nicht einer der ganz wenigen sauberen Fahrer im Peloton, der von Leuten wie Ulle, Lance oder Basso um Siege, Preisgelder und Topverträge betrogen wurde.
Die Augensprache gerade in der zweiten Hälfte des Interviews spricht Bände.…
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Sicher macht er da keinen souveränen Eindruck. Aber was heißt das?
Auch das kann man natürlich von mindestens zwei Seiten sehen.
Entweder ist er einer der vielen Doper, der sich bei dem Thema Doping selbstverständlich unwohl fühlt.
Oder er ist einer der wenigen Nicht-Doper, der sich mindestens genauso unwohl fühlt, weil er nicht nur gegen die Doper fahren muss, sondern sich von denen auch noch in den Einspielern schlaue Sachen anhören muss (Hondo, der von Gut und Böse redet, steckte zu der Zeit selbst in einem undurchsichtigen Dopingfall und Manzano behauptete den Unfug, dass man ungedopt die Tour überhaupt nicht fahren könnte), woraufhin die Interviewerin von ihm Sachen verlangt, die er einfach nicht leisten kann.
Soll er da öffentlich seinen Teamchef kritisieren?
Was soll er mit Basso bereden?
Soll Voigt allein den ganzen Radsport umkrempeln?
In der Situation konnte er nur schlecht aussehen.