Noch 215 km bis Aarhus.
Ruhetag. Zu Beginn meiner Triathlonleidenschaft hatte ich keine Ahnung, was für einen Hintergrund dieser Begriff hat, aber nach einigen Jahren habe ich es Gott sei Dank kapiert. Durch das Ausruhen ist der Körper danach bereit für neue Reize. Dazu kommt noch, dass ich ja einen GA1-Lauf zum Leuchtturm von Maspalomas machen wollte, soll heißen,doch ganz schön viel: durch die Chickimickiwohnviertel von PdI und Maspalomas zum Leuchtturm und am Playa entlang zurück. insgesamt geschätzte 15 km, mit ein paar Schwenks hier und da. Unterwegs nehme ich mir genau das vor, was der geneigte Leser isch sowieso schon gedacht hat: einen Schaumwein am weltberühmten Fago de Maspalomas.
Es macht unheimlich Spass, wenn man so bei einem gemütlichen Lauf eine coole FunkSoulJazzRockMucke im Ohr hat so ein bisschen zu grübeln: wie läuft das Training denn so? Was mache ich hier und heute eigentlich? Und auch sowieso, was soll das? Und dann kommt sozusagen auch zwangsläufig wieder mein Lebensmotto durch die Hintertür zurück zu mir: "SEI GUT ZU DIR!" Ach ja, denke ich dann, da war doch noch was. Gut, dass ich in weiser Voraussicht etwas Geld auf den Lauf mitgenommen habe und so sage ich zu mir: "Am Fago de Maspalomas gibt es nicht nur einen Espresso sondern auch eine Cava!" Beschwingt laufe ich weiter. Mit der Cava im Hirn beschließe ich übermütig, nicht über die Strassen, sondern am Strand zurückzulaufen. Und da bekomme ich gleich die Quittung: hin nach Maspalomas war Rückenwind, zurück am Playa ist eine andere Liga. Gott sei Dank macht der Sekt euphorisch:
Die Schuhe und die Klamotten sind eh nass, die Socken kann ich wegwerfen, was bleibt ist die Freude an Sport und Training. Also wegen mir muss die Sonne heute nicht scheinen! Warum haben die Leute hier eigentlich soviel an?
Für morgen plane ich immer noch die Alleinfahrt rauf zum Pico. Mal sehen...