14.11.2014, 12:24
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#36
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Szenekenner
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Zitat:
Zitat von Hafu
Da hast du recht und ich hab' mir auch schon ein paar Gedanken gemacht, warum das so ist.
Was eindeutig zu erkennen ist, dass im EZF die Tendenz ganz klar zur Spezialisierung geht, d.h. dass die besten Einzelzeitfahrer eher schwer sind und sehr gezielt auf eine rund einstündige Maximalbelastung hin trainieren und bei den großén Rundfahrten in der gesamtwertung meist keine große Rolle spielen, weil sie mit ihrer Spezialisierung im Gebirge auf Pässen zuviel Zeit verlieren.
Wenn man sich dagegen die 90er-Jahre ansieht, da war ein typischer Einzelzeitfahrer wie Indurain auch im Gebirge einer der schnellsten und ein Bergspezialist wie Pantani konnte auch bei Einzelzeitfahren der Tour de France als unter 60kg-Hänftling Top-Plazierungen im EZF erreichen.
Eigentlich bis zur Einführung der Blutpässe waren die besten Rundfahrer auch bei Tour und Giro-Zeitfahren gleichzeitig die besten Einzelzeitfahrer und dass dies mittlerweile nicht mehr so ist, werte ich schon als Indiz, dass im Profi-Radsport mittlerweile weniger zur Nadel gegriffen wird.
Dass er tatsächlich sauber ist glaube ich natürlich nicht, denn dafür sind einfach an den Schalthebeln (Trainer, Teamleiter, Funktionäre) immer noch die alten und damit falschen Leute an der Macht, in deren Köpfen die alten Denkmuster vorherrschen.
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Gerade bei dem WM hat das EZF doch wieder ein Rundfahrer gewonnen, Froome ist auch immer ganz vorne dabei.
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Halt's Maul und fahr!
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