|
Um Missverständnissen vorzubeugen:
Klassischer Langlauf (auch Diagonaltechnik genannt), ist (wenn das auch viele meinen), nicht etwa einfacher zu erlernen als Skating, sondern motorisch wesentlich komplexer UND auch anstrengender, da weniger ökonomisch.
Das oft praktizierte "Rumstapfen" im Schnee mit Brettern an den Füssen und Stützstöcken in den Händen (Kanzlerinnen-Stil :-)), hat mit Langlaufen so viel zu tun, wie MacDingsta mit gutem Essen.
Es gibt eine gewissen Analogie zum Schwimmen:
Richtig Brustschwimmen ist auch komplexer Und anstrengender als Kraulschwimmen, trotzdem wird eine sehr reduzierte Form davon von den meisten Leuten beherrscht, die zumindest nicht gleich ertrinken, wenn sie ins Wasser fallen.
Ich würde heutzutage jemandem, der nicht langlaufen kann und den Zenit seiner motorischen Entwicklung bereits überschritten hat auf jeden Fall dazu raten, es mit Skating zu probieren.
Das ist unter fachkundiger Anleitung in ein bis zwei Tagen soweit erlernbar, dass es möglich ist, sich auf weniger schwerem Terrain damit auszututoben.
Das fängt schon damit an, dass die Bretter deutlich kürzer sind.
Bei der Auswahl des Skis können wesentlich weniger Fehler gemacht werden:
Beim klassischen Ski muss die Härte exakt auf das Gewicht und das Vermögen des Läufers passen.
Zu hart: Gut gleit aber nix gut Abstossen. Zu weich: umgekehrt
Die Ski müssen nur gleiten, nicht auch noch flächigen Abdruck erzeugen.
Daher muss auch nicht mit Steigwachs hantiert werden, was eine Kunst für sich ist.
(jaja es gibt Lammellenski - aber die laufen einfach nicht so schön, wie ein gut präparierter Wachsski)
Das Bewegungsmuster ist deutlich einfacher.
Geändert von popolski (28.10.2014 um 15:47 Uhr).
|