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Alt 24.09.2014, 16:15   #83
la_gune
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Beiträge: 2.930
Meine Antworten dazu:

Die Leistungsentwicklung läuft im allgemeinen nach einer e-Funktion. Sprich, die anfänglichen Verbesserungen sind oft sehr groß, doch irgendwann kämpft(!) man um jede Hundertstel ! Eine Verbesserung von 1:50 auf 1:40 ist bei gutem Trainer und Training kein Wunder sondern eigentlich unabdingbar, wenn man nicht komplett talentfrei oder unfähig ist und regelmäßig (3-4x die Woche) trainiert. Eine Verbesserung von 1:40 auf 1:30 wird dann schon eine längerfristige Sache. Die nächste Verbesserung auf 1:20 ist dann schon sehr harte und gezielte Arbeit. Bei der 1:10 trennt sich etwa die Spreu vom Weizen, bei unter 1:05 hat man bei kleineren Schwimmwettkämpfen die Chance nicht mehr Letzter zu werden und bei sub 1:00 sprechen wir langsam von guten Schwimmern (männlich!). Ab da beginnt man dann langsam im Sekundenbereich zu unterteilen. Ich kenne die aktuellen Kaderzeiten nicht, aber um überhaupt ins D-Kader (also "nur" Landesebene!) rein zu kommen mussten wir damals so knapp unter 57sek auf 100m F schwimmen. Denke, dass die heute so bei etwa 55s tief sein dürften.

Um als Frau von 1:50 auf 1:30 zu kommen bedarf es harter Arbeit, regelmäßigem(!!!) Training von etwa 3-4x/Woche über eine längeren Zeitraum (nicht nur die Wintersaison(pause)!) und einem guten Trainer der hinschaut und auch weiß wovon er spricht. Alles darüber hinaus kann man erst beurteilen, wenn Du bei der 1:30 angekommen bist. Das ist mbMn zum jetzigen Zeitpunkt Kaffeesatzleserei !

Anekdoten zu Ausnahmen von der Regel kann ich Dir viele erzählen. Ein Mark Warneke, der mit fast 40 Lenzen noch mal ´nen Weltrekord über 50m Brust geschwommen ist. Oder jemand mit Chlorallergie, der erst spät zum Schwimmen gekommen ist und dann irgendwann einer der erfolgreichsten Schwimmer aller Zeiten wurde. etc.
Aber der Normalfall sieht halt nun mal anders aus. Und den Wunsch ohne viel Training und Wasserzeit Spitzenzeiten zu schwimmen hatten schon viele (Triathleten). Leider hat es bei den allerwenigsten geklappt.
Damit will ich nicht sagen, dass man als Triathlet viel Schwimmen trainieren muß. Das ist vollkommen sinnlos, denn der Aufwand rechtfertig den Nutzen in keinster Weise. Die paar Sekunden Verbesserung sind nichts im Vergleich zu den vielen Minuten, die man auf dem Rad oder noch eher beim Laufen wieder rein holen kann (je länger die Triathlon Distanz, desto unwichtiger das Schwimmen!).
Aber _wenn_ man im Schwimmen besser werden WILL, dann kommt man nicht umher, dort viel Zeit und Energie zu investieren. Alles andere wird (meistens) nicht funktionieren.
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