Zitat:
Zitat von panserbjorne
@triathlonnovice: Genetik? Hm. Schau dir die paralympischen Athleten im Schwimmen an. Die schwimmen mit fehlenden oder verstümmelten Gliedmaßen schneller als die meisten Triathleten. Genetik muß in vielen Fällen nur als weitere Ausrede herhalten.
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Eieiei, Äpfel und Birnen sag ich nur !
Ich kenne einige ehem. Paralympische Schwimmer persönlich. Das sind ALLES (ohne Ausnahme) Leute, die schon mit jüngsten Jahren viele Stunden im Wasser verbracht haben und ausschließlich Schwimmen trainiert haben. Sicher, man wird Ausnahmen finden... Aber sonst wären solche Leistungen auch gar nicht möglich! Mit den Einschränkungen immer noch solche Zeiten zu schwimmen ist eine unvorstellbare Leistung, besonders im Schwimmen! Diese Schwimmer müssen für sich z.T. vollkommen neue Techniken entwickeln und verfeinern. Die können nicht einfach vom Phelps oder so abschauen und nachmachen. Das "Grundgefühl", also Wasserlage, Wasserfassen, etc. muß aber schon da sein.
Also ja: Man kann auch mit nicht "idealen körperlichen Voraussetzungen" schnell schwimmen. ABER die Bewegungsabläufe lernt man am besten im Kindesalter und nicht mehr jenseits der 20 oder gar 30 Lenzen.
Mal eine Anekdote:
Ein Kind lernt mit 4 Jahren schwimmen, kommt in den Schwimmvereine. Mit 6 Jahren erster Wettkampf. Es trainiert fleißig und wird Bezirksmeister, Landesmeister. Kadertraining. Teilnahme an Deutschen Meisterschaften, internationalen Wettkämpfen. Trotz intensivem Training wird er aber irgendwann nicht mehr besser und die Konkurrenten überholen ihn. Am Training kann es nicht liegen, man trainiert zusammen im Stützpunkt. --> Die körperlichen Voraussetzungen stimmen einfach nicht. Mit 175cm ist er einfach zu klein. Da helfen auch die vergleichsweise langen Arme nix. Die Konkurrenten sind mit gut 185-190cm einfach deutlich größer und somit im Vorteil.
Trotzdem sind nach über 10 Jahren Trainingspause mit nur sehr geringem Trainingsaufwand (< 1x die Woche!) wieder Zeiten drin, die z.T. sehr dicht an den ehemaligen Bestzeiten liegen.