03.07.2008, 16:54
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#11
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Szenekenner
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Beiträge: 977
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Zitat:
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Zitat von Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion
des Kantons Bern BVE
Der Zustand des Burgäschisees ist nach wie vor schlecht.
Die Phosphorkonzentrationen im Tiefenwasser sind zwar zurückgegangen,
ermöglichen aber immer noch eine hohe Algenproduktion. Als Folge davon
sind in der warmen Jahreszeit die tieferen Wasserschichten sauerstofflos
und es bilden sich chemische Verbindungen, die für Fische und andere
Wasserlebewesen giftig sind. Deren Lebensraum wird dadurch stark
eingeschränkt.
Die TWA hat die vor 30 Jahren festgelegten Ziele nur teilweise erfüllt.
Insbesondere die erwartete deutliche Verbesserung der Sauerstoffverhältnisse
ist nicht eingetreten. Das Bauwerk hat jedoch, als
Symptombekämpfungsmassnahme, den See vor einer weiteren
Nährstoffanreicherung im Tiefenwasser und einer Verschlechterung der
Zirkulationsverhältnisse bewahrt.
Die Zukunft des Sees
Auch wenn die Nährstoffeinträge aus dem Einzugsgebiet auf Null
zurückgehen würden, kann nicht mit einem kurz- und mittelfristigen Rückgang
des Algenwachstums und damit einer deutlichen Verbesserung der prekären
Sauerstoffverhältnisse gerechnet werden. Die über viele Jahrzehnte
angereicherten hohen Phosphorreserven im Sediment und die anaeroben
Bedingungen am Seegrund ermöglichen es, dass die Nährstoffe zurück ins
Wasser und damit in den Produktionskreislauf gelangen. Der See düngt sich
selber.
Trotzdem müssen Massnahmen für eine langfristige Stabilisierung oder
Verbesserung des Seezustandes darauf abzielen, die Algenproduktion zu
verringern. Dies kann nur dadurch geschehen, dass die verfügbaren
Nährstoffe (primär Phosphor) reduziert werden. Entsprechende Massnahmen
müssen im Einzugsgebiet ansetzen und sollten durch zusätzliche
technische/bauliche Vorkehrungen unterstützt werden.
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aus: dieser broschüre
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