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Zitat von qbz
Ich finde die Polemik gegen Linke angesichts des berichteten Massakers im Irak ziemlich daneben, Schnodo. Die meisten arabischen Linken aus dem Nahen Osten befinden sich im Exil, weil sie in den vergangenen Jahrzehnten ermordet wurden.
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Und ich finde es daneben, dass diejenigen, die ansonsten am lautesten schreien, jetzt das Maul nicht aufkriegen. "Rechte" und "Linke" sind Kategorien, die in diesem Zusammenhang leider zu oft Hand in Hand gehen, deswegen will ich hier keine Verortung vornehmen.
Ich mache sicher denen keinen Vorwurf, die aufgrund ihrer Überzeugung ihr Land verlassen mussten. Schon gar nicht jenen, die geblieben sind, um für die Idee der Freiheit des Individuums zu streiten und zu sterben. Ihr Mut und ihre Konsequenz beschämen mich.
Es geht mir um die Apologeten bei uns, die bequem im Sessel sitzen und sich die Sache aus der Ferne ansehen und die immer noch einen Ansatz finden, Massaker zu entschuldigen um die political correctness zu wahren. Die Rechte der Frauen sind hier essentiell, einige tausend Kilometer entfernt interessieren sie keine Sau. Hauptsache 40% Frauenanteil in der Chefetage.
Abgesehen davon, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit konsequent ignoriert und mit Steuergeldern gefördert werden, fühle ich mich in meiner Lebensart bedroht und da ist es mir scheissegal ob das als unangebrachte Polemik aufgefasst wird oder nicht. In Stuttgart gibt es Randale wenn ein Bahnhof gebaut wird; da werde ich ja wohl noch in einem Forum meine Stimme erheben dürfen wenn der Faschismus die Welt überrollt.
Was muss noch geschehen bevor ich sagen kann, es reicht? Wegen jedem Dreck reicht es für einen #Aufschrei, nur sobald Religion ins Spiel kommt soll ich die gespentische Stille hinnehmen weil sich jemand, der nicht alle Latten am Zaun hat, auf den Schlips getreten fühlen könnte? Sorry, aber das fällt mir schwer.