Rad rollte gemächlich an, irgendwie wollte ich mich nicht anstrengen

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Da kam es mir gerade recht, dass mich auf dem Weg nach Greding immer wieder Gruppen überholten. Für mich ein Alibi langsamer zu fahren. Ich will mir keinen Stress machen, um immer wieder auf den genauen Abstand achten zu müssen oder vielleicht sogar in einer Gruppe festzuhängen. Ok, noch dazu eine Ausrede für meine spätere Radzeit

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Einzig den Kalvarienberg hoch kann ich mich traditionell nicht ganz so zurückhalten. Dies ist für mich immer der schönste Strechenabschnitt. Nach dem ersten Hügel in Aerohaltung fast durchgängig überholend
Ok, bergab wendet sich das Blatt wieder. Alleridngs fühlte ich mich in meiner vorsichtigen Kurventechnik bestätigt. In der ersten Kurve lag ein Sportler mit dick verbunden Arm, Notarzt und Krankenwagen daneben. Überhaupt war das gestern der Wahnsinn, wie oft Sirengeheul ertönte, Sportler oder Sportlerinnen sich in den Schatten setzen und aufgaben.
Mir war auch furchtbar warm

. Ich trank so viel wie noch nie und balancierte trotzdem gefährlich nah an einer Dehydration
Irgendwann öffnete ich immer wieder mein Radtrikot, um meinen Körper zu kühlen. Dass dies aerodynamisch wenig sinnvoll war, wurscht. Ich wollte später nur noch das Rad nach Roth bringen.
Meine rechte Fußsohle muckte auf der zweiten Runde und drohte zu krampfen, war aber noch auszuhalten. Zwischendurch wurde ich von einem gelben Staffelradler überholt und überlegte noch, ob dies Carlos sein könnte. Allerdings war seine Geschwindigkeit auch nicht ganz so hoch wie erwartet. Zum Glück hatte ich weder Tacho noch Uhr dabei. Meine Zeit hätte mich wohl doch etwas frustiert

. So war ich nur froh, mein Rad irgendwann abgeben zu können.