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Zitat von FuXX
Ehrlichgesagt glaub ich nicht, dass der gemeine Manager sich vom gemeinen Arbeitnehmer bzgl. Moral großartig unterscheidet. Ich denke das ist eher sowas wie eine romatische Verklärung.
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In wie vielen Firmen hast Du schon gearbeitet? Mit wie vielen sogenannten Managern hattest Du bisher persönlich zu tun? Für mich ist das keine romantische Verklärung, es ist die Quintessenz aus meinem bisherigen Arbeitsleben.
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PS@Drullse: Hoch hinaus kommen ist ja nun eine Frage der Definition, melde mal Ackermann und Hartz beim IM an - so hat jeder seine Spielwiese. Geld ist vollkommen überbewertet - das zeigt sich gerade auch in den heftigen Reaktionen all der Menschen die den Managern vorwerfen soviel Geld zu haben - all diese Leute hätten es einfach selbst ach so gern.
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Ja - ich hätte gerne mehr Geld. Und wäre sogar bereit, was dafür zu tun. Mit wenig Geld ist nämlich nix mit Spielwiese IM. Geh nicht nur von Deiner kleinen Welt als Student aus (das ist nicht negativ gemeint, ich kann das absolut nachvollziehen, denn es ging mir genauso).
Der Vorwurf ist doch ein ganz anderer: die Relation zwischen denen, die "arbeiten" und denen, die "entscheiden" ist einfach in etlichen Fällen nicht mehr gegeben. Es neidet doch keiner dem Firmenchef, der das Risiko trägt und ein kleines Unternehmen leitet sein Einkommen. Aber einem Kleinfeld gönnt man nunmal keine 30%ige (!) Gehaltssteigerung, wenn die Belegschaft darben und zurückstecken soll.
In einer Diskussion aus Davos zum WeltWirtschaftsForum meinte ein Teilnehmer, man solle die Löhne koppeln und eine Spanne einfähren. Konkret: zwischen den unteren und den oberen Gehältern dürfen nur bestimmte Prozente Unterschied sein und wenn die Löhne angehoben werden, dann für alle prozentual gleich. Was glaubst Du, wie da wohl die Motivation der Mitarbeiter aussieht?
Geld ist überbewertet? Mitnichten!
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Zitat von kaiseravb
Falls es noch nicht ganz klar geworden ist, SEIN PERSÖNLICHER Ertrag steht überhaupt nicht zur Debatte, er hatte aus der verhandelten Untreue keinen.
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Das sehe ich anders. Er hatte Erfolg. Wurde als Experte gebucht und durfte tolle Reformen ausarbeiten. Das ist sehr wohl einen Ertrag aus der Untreue.
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Zitat von FuXX
Dass der [Kohl] nicht in Beugehaft gekommen ist ärgert mich immer noch.
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Wie war das? Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure...
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Zitat von DragAttack
Das "gesunde Volksempfinden" ist vor Gericht zu recht kein Argument. Wenn jedoch die Rechtslage, darauf basierend die Urteile dauerhaft nicht mehr verstanden werden, dann ist das schädlich für den gesellschaftlichen Frieden und das Vertrauen in den Rechtstaat.
Ich kann das Strafmaß für Harz nicht wirklich beurteilen, duechaus möglich, dass der BILD/Volkszorn sich gerade am falschen entlädt. IMO jedoch ist der Einzelfall unbedeutend gege das Grundsätzliche Empfinden, das "die da oben" sich alles erlauben können ohne bestraft zu werden. Die Beispiele, in denen trotz eindeutiger Rechtsbrüche nicht verfolgt wird sind einfach zu zahlreich.
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Sehe ich auch so. IMHO geht es den Leuten nicht um Hartz an sich, sondern um die Art, wie die Dinge laufen und gesühnt werden.