Zitat:
Zitat von Duafüxin
Laß Dir ruhig Zeit. Je länger es dauert, desto länger muss der Bericht werden 
|
Ok, hab jetzt mal den 1.Teil fertig, das Rennen schaff ich denk ich dann übers WE. Viel Spaß.
DOS – RAS Extreme 2014
Der Prolog….
Zum Start beim RAS kam ich über meinen Bikekumpel Michi, der dort schon letztes Jahr im 2er Team teilgenommen hatte.Michi ist ein Weitgereister in Sachen Ultras: er hat Starts in der Schweiz, Italien, Irland hinter sich – sogar beim RAAM war er am Start. Als er mich Ende April 2013 das 1.Mal fragte ob ich „auf sowas auch mal Bock hätte“, war es noch gefühlter Winter bei uns, es lag Schnee draußen und in 2 Wochen sollte das Rennen starten ? Lust hatte ich eigentlich schon, wenn das nur nicht so früh im Jahr wäre...Ich war nicht sicher, ob ich tatsächlich bis Anfang Mai auf die (auch für den Kopf) notwendigen Rad-KM kommen konnte.
Selbst bin ich 2013 im 4er Team die Tortour gefahren, davor war ich 2 Jahre als Betreuer dabei, in etwa wusste ich also was mich erwartet. Über den doch noch erträglichen Sommer verdrängt man so einiges und im Herbst hab ich ihm dann zugesagt.
Die ersten Team-Meetings fanden dann Februar/März statt, witzigerweise sind vom 1. Meeting nur 2 von 6 eingeplanten Kollegen tatsächlich mitgefahren. Als 2er Team braucht man dort 2 Autos, ein Followcar welches immer hinter dem Fahrer sein MUSS (v.a. nachts) und dann noch ein 2tes in dem der freie Fahrer zum nächsten Wechsel gefahren wird. Wir sind dann mit 8 Team-Leuten in 1 Wohnmobil und 1 Viano runtergefahren, so waren wir auf der sicheren Seite was Ausfälle, Schlafmangel etc angeht.
Die Planung des notwendigen Materials und Ablaufs im Vorfeld war recht einfach, da wir lediglich eine Blaupause vom letzten Rennen in 2013 machen mussten. Da ich der etwas stärkere Bergfahrer bin hab ich mehr Höhenmeter abbekommen. Die Etappen haben wir auf ca 50-60km geplant, lediglich in der 2. Nacht hatten wir beide etwas längere Etappen, um dem anderen etwas Schlaf zu gönnen.
Was die sportliche Vorbereitung angeht: da liefs ganz ok, ich hätte mir mehr KM gewünscht als die knapp 4k die ich seit Januar in den Beinen hatte. Das war dann auch nicht soo viel mehr als sonst, wobei ich rückblickend schon mehr auf Qualität geachtet habe (der Berg ruft ....

) Aber ich wollte das Laufen und Schwimmen auch nicht komplett auf 0 runterfahren und ein 40-h-Job musste nebenbei auch noch getan werden….
In Postojna angekommen (es ist Mittwoch nachmittag), lief erstmal das übliche Programm ab: Einchecken im Hotel, Startunterlagen holen, letzte Einkäufe, Autos und Räder preparieren.
Dank der zahlreichen anwesenden Hände ging das sehr schnell über die Bühne. Dann ab zum „Gala Diner“, was eine Mischung aus besserer Pastaparty und StartNr.-Verlosung war.
Jeder Starter bzw jedes Team durfte nach vorne, so viele waren es ja nicht (insgesamt 80, ca. 40 Einzelstarter und 20 Teams). Donnerstags wurden dann nur noch die letzten Handgriffe verrichtet, die Spannung stieg so langsam, auch bei mir. Was mich am meisten umtrieb war die Frage wie gut es im 2. Teil dieses Abenteuers lief, denn das Maximum meiner Erfahrung waren knapp über 30 Stunden bei der Tortour.
Hier würden wir aber ca. 15 Stunden mehr unterwegs sein, und ich hätte dabei deutlich mehr Radzeit. Kommt dann hier wie beim Marathon auch der berühmte Mann mit dem Hammer? Ich hoffte sehr daß ich den nicht kennenlernen muss......